Für wen scheint die Sonne in Greifenstein besonders hell?

Seit Jahren Korruption und Vetternwirtschaft in Greifenstein?
Und: Für wen scheint die Sonne in Greifenstein besonders hell?

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Photo-Voltaik-Anlage – Foto: © lichtkunst.73 / pixelio.de

Jens Schrom, Heizungsinstallateur und Anlagenbauer, berichtete uns vor kurzem ausführlich über einen Vorfall, der ihn bis heute aufregt und sein Vertrauen in die Kommunalpolitik – von der Gemeinde bis hin zum Kreis – nachhaltig beeinträchtigt hat. Zum Thema schrieb er übrigens auch die WNZ-Gruppe an: Herborner Tageblatt und Wetzlarer Neue Zeitung. Aber weder ging man dem Sachverhalt journalistisch nach und recherchierte selbst, noch druckte man seine Erfahrungen als Leserbrief ab. So blieb ihm nur, „die Faust in der Tasche zu ballen“. Das ist geschehen:

Zitat: >>Das Dach der Grundschule in Greifenstein-Beilstein wurde vom Lahn-Dill-Kreis saniert. Hierbei hatte ich die Idee, dort eine Pho­tovoltaik-Anlage errichten zu las­sen. Das Dach liegt sehr günstig und wäre optimal geeignet. Also fragte ich beim Schulamt des Lahn-Dill-Kreises an, ob ich das Dach für diese Zwecke anmieten oder pachten könnte. Keine unübliche Aktion, im Internet gibt es sogar Musterverträge für diese An­gelegenheiten. Das Schulamt teilte mir mit, dass dies nicht möglich sei, weil der Dachdecker, der die Sanierung durchführe, dann aus der Gewährleistung fallen würde und „Fremdfirmen“ für eine Maß­nahme dieser Größenordnung nicht auf das Dach dürften.

Nach dieser Information des Kreises verabschiedete ich mich von dieser Idee. Zu meiner Verwunderung entstand etwa ein Jahr später auf besagtem Dach eine große Photovoltaik-Anlage. Mein erster Gedanke war, dass der Kreis oder die Gemeinde die Anlage selbst betreibt, weil zu dieser Zeit verschiedene Veran­staltungen von Gemeinde und Unternehmern zum Thema Photov­oltaik-Anlagen in Verbindung mit In­vestoren stattfanden.

Später habe ich jedoch aus zuverlässiger Quelle erfah­ren, wem diese Anlage heute tatsäch­lich gehört. Sicherheitshalber habe ich dann selbst eine kleine Recherche angestellt, um eine zweite Information zu beschaf­fen. Auch diese Nachfrage hat die Sachlage bestätigt. <<

Fragen und Antworten dazu:
-Wer betreibt diese Anlage? – Antwort: Die Firma von Frau Engel, Ehefrau von Jürgen Engel (SPD)
-Wer war Vorsitzender der Gemeindevertretung? – Jürgen Engel (SPD)
-Wer war an den Entscheidungen beteiligt? – Der Landkreis unter fachlicher Befürwortung von Jürgen Engel (SPD) als Mitglied des Ausschusses „Bauen und Gebäudemanagement“ im Kreistag des Lahn-Dill-Kreises sowie leider auch der Landrat des LDK, Wolfgang Schuster (SPD).

Gab es eine öffentliche Ausschreibung für das Projekt? – Auf Anfrage musste der Landrat bestätigen, dass es keine Ausschreibung hierfür gab!

Wer erhält heute die Einnahmen? – 95% verbleiben bei der Betreiberin Frau Engel, der Kreis erhält 5%.

Rechenbeispiel: Bei einer angenommenen durchschnittlichen Sonnenscheindauer und normalem Wirkungsgrad der Anlage entstehen so jährlich ca. 9.000 Euro Einnahmen, davon erhält die Allgemeinheit (also hier der Lahn-Dill-Kreis) 5%, demnach ca. 450 Euro.

Eine Ergänzung zum Thema Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Grundschule: Mittlerweile erhielten wir einen Anruf dazu. Ein weiterer heimischer Bauinteressent reichte eine schriftliche Anfrage an den Lahn-Dill-Kreis ein, diese Anlage bauen zu dürfen. Eine Antwort erhielt er bis heute nicht.

Zusatzinfo: Besonders brisant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Herr Engel ein Bruder des Immobilienbesitzers des Rewe-Marktes in Holzhausen ist. Die Vermutung liegt nahe, dass er demnach aus Eigeninteresse heraus keine große Begeisterung für einen Supermarkt mit Discounter in Beilstein aufbringt. Der mittlerweile von seinen Posten in Greifenstein zurückgetretene Herr Engel ist jedoch nach wie vor im Kreistag tätig und nimmt weiter Einfluss auf die politischen Entscheidungen, sowohl als Souffleur in den Sitzungen der Greifensteiner Gemeindevertretung, und wie zuletzt auch als Autor der in den Greifensteiner Nachrichten abgedruckten SPD-„Informationen“ zum Thema.
Lesen Sie dazu auch folgenden Kommentar: Falsche Behauptungen und Teilwahrheiten – Klarstellung: “SPD-Info” führt Bürger hinters Licht

 

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