HR knickt doch nicht ein – Beitrag über den „Supermarktstreit“ wird am 7.11.2014 gesendet

„Knickt der HR ein?“ fragten wir uns, und so habe ich stellvertretend für viele folgende Nachricht an den HR über deren HR-FACEBOOK-SEITE gerichtet.
(Der Leser möge eine Interpretation der Ereignisse selbst vornehmen.)

(7.11.2014 – 9:26Uhr)
„Betrifft: Supermarktstreit und Bürgerbehren für Supermärkte in Greifenstein
Sehr geehrte Damen und Herren des HR,
Ihr Team war hier und hat einen Filmbericht über den „Supermarktstreit“ in Greifenstein aufwändig mit vielen engagierten Bürgern gedreht, aber bis heute nicht gesendet. Uns wurden Sendetermine genannt, der Beitrag aber immer wieder verschoben und dann aus dem Programm genommen. Die zuletzt von Ihrer Red. genannten Sendetermine entsprachen nicht der Wahrheit. Wir müssen als Zuschauer und Gebührenzahler dies so hinnehmen, jedoch müssen Sie als Sendeanstalt des öffentlichen Rechts nun auch hinnehmen, dass Sie in der Kritik stehen und eine große Anzahl Menschen enttäuscht haben. Hier im mittelhessischen Greifenstein geht man davon aus, dass ihr Sender von der Politik beeinflusst wurde. Ob Sie diesen Eindruck bestehen lassen wollen, liegt nun an Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Hans-Udo Sattler“

Der HR hatte vor über einer Woche mehrere Stunden lang in Greifenstein gedreht. Der Filmbericht wurde zuerst nicht gesendet. War der Beitrag der SPD nicht recht? Harald Heuser, Ortsvorsteher und seit 42 Jahren Mitglied der SPD, trat vor laufender Kamera des HR aus seiner Partei aus.

Offensichtlich will der HR den Beitrag am 07.11.2014 nun kurz nach Veröffentlichung des obigen Zuschauerbriefs doch noch senden: Ausstrahlung in der Hessenschau des HR Fernsehens um 19:30 Uhr.

Video von den Dreharbeiten: © mit freundlicher Erlaubnis von Hanno Herzler

 

10 Kommentare:

  1. Meines Erachtens ist es vielleicht sogar besser, wenn der HR diesen Beitrag nicht bringt.
    Das was wegen dem Markt innerhalb der Gemeinde läuft und die verschiedenen Ortsteile gegeneinander aufgehetzt werden ist nicht schön.
    Es ist nur ein Supermarkt!!

    1. Zum einen wurden und werden bezüglich des Sachverhaltes zu jeder Zeit beide Seiten in der Öffentlichkeit medial beleuchtet und zum anderen geht es um eine gesicherte und verbesserte Grundversorgung für die KOMPLETTE Gemeinde. Es gibt nun mal Meinungsfreiheit und in einer Demokratie darf man durchaus den Mund aufmachen, wenn Entscheidungen getroffen werden, die sich destruktiv auf die Lebensqualität der Bürger auswirken! Mit Aufhetzen hat das herzlich wenig zu tun.

    2. Hallo Herr Schmidt,

      Ich glaube Sie haben nicht verstanden um was es geht! Es geht nicht nur um einen Supermarkt sondern um die Grundversorgung einer ganzen Gemeinde. Die Ansiedlung eines Rewe Markt + Aldi wertet die Gemeinde Greifenstein auf und macht sie auch für nicht Greifensteiner Attraktiv. Menschen denen es egal ist 20km zu fahren um Ihren Einkauf zu erledigen, gestehe ich diese Meinung „es geht nur um einen Supermarkt“ zu. Mir ist es wichtig möglichst gut versorgt zu werden und dafür nicht weit fahren zu müssen. Jede Kommune würde sich die Hände reiben bei solch einem Angebot und damit diese einmalige Chance nicht einfach an uns vorüber geht kämpfen wir dafür die Entscheidung der Gemeindevertretung zu revidieren. Wenn Sie sich zu unserem Standpunkt und diesem Thema näher informieren möchten sind Sie gerne eingeladen an unseren Treffen teilzunehmen.

    3. Hallo Herr Schmidt!

      Genau, es ist „nur ein Supermarkt“. Wenn aber die Supermarktkette ihre Vertriebsstruktur ändert und sich an einen Discounter koppelt, das bestehende Gelände in Holzhausen den dazu erforderlichen Platzbedarf aber nicht hergibt, dann braucht es einen anderen Standort; einen, der die Anforderungen erfüllt. Dieser Platz steht in Beilstein zur Verfügung und kann entsprechend genutzt werden.

      Das sind die Fakten, das hat nichts mit aufhetzen zu tun.

      Hier geht es nicht darum, einer kleinen Anzahl Ortsteile etwas wegzunehmen sondern es geht darum, allen Ortsteilen etwas besseres zur Verfügung zu stellen.
      Wenn man aber nicht in der Lage oder willens ist diese Absicht zu erkennen, haben es sachliche Argumente schwer.

      Lassen Sie uns einfach gemeinsam etwas für die gesamte Gemeinde erreichen und die alten Zöpfe abschneiden.

      In diesem Sinne: auf gute Zusammenarbeit!

    4. Hallo Herr Schmidt.
      Sie haben ja so Recht. DIESEN Beitrag des HR hätte es echt nicht gebraucht. Wir können nur hoffen, dass sich jetzt nicht noch Stefan Raab über unsere Gemeinde lustig macht.

      Was es aber braucht, ist bessere Abdeckung der Grundversorgung aller Ortsteile. Niemand hat etwas dagegen, dass in Holzhausen ein Supermarkt ist und bleibt. Was wir wollen, ist MEHR Lebensmittel-Angebot in unserer Gemeinde. Also zusätzliche Geschäfte sind es, was wir alle anstreben sollten.
      Und nun hat sich tatsächlich die einmalige Chance ergeben, einen Aldi in die Gemeinde zu kriegen. Was ist dagegen einzuwenden? Das kann doch nur vorteilhaft für alle Ortsteile sein.
      Helfen Sie mit, für uns alle hier was Gutes zu erreichen? 🙂

  2. Hallo Herr Schmidt,

    ich finde schon die Aussage “ es geht nur um einen Supermarkt““ der Hammer, aber hier gehts um mehr, hier gehts darum die Gemeinde am Leben zu erhalten da gehören Lebensmittel ( nur ein Supermarkt) dazu, oder sollen alle Gemeinden aussterben, wer will den hier noch leben wenn man zu allem das Auto benötigt, wer will hier noch hinziehn, man sollte evtl, mal weiter denken nicht nur bis Mittags um 12.

    Lg

  3. Mit der Aussage „nur ein Supermarkt“ beziehe ich mich auf die ganze Polemik, die im Umlauf ist (Talsperre sprengen, ….). Man sollte mit Denken und ruhig bleiben!!

    Ich habe nie gesagt, dass ich einen Markt in Beilstein ablehne!!
    Nur darf der Standort in Holzhausen nicht für Beilstein geschlossen werden!!

    Kein großer Marktbetreiber setzt sich die eigene Konkurrenz 5 km entfernt, in eine Gemeinde von der Größe Greifensteins.

    Egal wohin in dieser Gemeinde ein Markt oder ein zweiter Markt kommt, ein Großteil der Kunden wird das Auto benutzen müssen um dorthin zu gelangen.
    Selbst innerhalb Beilsteins, werden die Bewohner aus z.B. Wallendorf mit dem Auto zum alten Bahnhofsgelände fahren um dort einzukaufen.

    Auch im unteren Ulmtal ständen genügend Flächen für mind. einen weiteren Markt zur Verfügung, wenn man nur will.
    Man muss sich nur um den Rewe in Holzhausen um schauen, wieviel unbebaute Flächen es dort gibt.

    Wenn es wirklich um die Versorgung der gesamten Gemeinde Greifenstein geht, sollte man die Orts-Brille abnehmen und überlegen, in welchem Ort, habe ich die größtmögliche Erreichbarkeit für alle Orte und die kürzesten Wege?
    Ist dies Beilstein, Rodenroth, Allendorf oder ein anderer Ort der Gemeinde?

    1. Man muss hierbei einfach Tatsachen akzeptieren. Die zentrale Verwaltungs-Gemeinde ist Greifenstein-Beilstein und es sollte auch einmal anerkannt werden, dass dieser Ortsteil eine zentrale Versorgungs-Funktion hat. Soetwas ist in jeder Großgemeinde Normalität. Bei der Planung eines Standortes gibt es laut den Plänen des Regierungspräsidium Gießens auch nur 2 genehmigungsfähige Standorte für großflächigen Einzelhandel: Das ist Beilstein und Allendorf. (Solche regionalen Pläne gibt es für alle Gemeinden) Den Immobilienbesitzern in Holzhausen schien das durchaus klar gewesen zu sein, als diese vor der ganzen Diskussion ihre Immobilie über einen Makler zum Verkauf angeboten hatten! Ein potenzieller Interessent und Investor hatte sich die Sachlage in Holzhausen angesehen, ist von diesem Standort abgekommen, weil nicht ausbaufähig und sich dann aus diesen Gründen und wirtschaftlichen Erwägungen für Beilstein entschieden. Allendorf als südlichster Ortsteil liegt nicht zentral und hat direkt nebenan in Biskirchen Vollsortimenter+Discounter. (Es gibt im Übrigen Bestandsschutz für den Markt-Standort in Holzhausen.) Wenn unsere Gemeinde sich gut entwickeln soll, muss einfach auch zur Kenntnis genommen werden und akzeptiert werden, dass die Verhinderung eines Discounters in Beilstein der gesamten Gemeinde schadet. Es wird nach den Konzepten aller Betreiber nur ein Vollsortimenter mit einem Discounter möglich sein und kein anderer Ortsteil für solch ein Projekt genehmigungsfähig. Um es nochmal deutlich zu formulieren: Holzhausen ist nicht der genehmigungsfähige Standort für solch ein Projekt und auch nicht der „zentrale“ Ortsteil und hat diese Funktionen nicht. Wenn die Märkte am geplanten Standort zwischen Feuerwehr und Alten Bahnhof nun verhindert werden, wird das unsägliche Klein-Klein weitergehen und der Discounter wird nicht nach Greifenstein kommen, auch in keinen anderen Ortsteil. Auch nicht nach Arborn, Nenderoth, Odersberg, die keinen Lebensmittelmarkt haben.

  4. Hinweis aus aktuellem Anlass: Anonym eingereichte Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wer seine Meinung hier vertreten möchte oder sich an andere wendet, kann dies gerne tun, wenn er auch für seine Meinung einsteht.

  5. Der Beitrag im HR sollte doch mal alle beteiligten nachdenklich machen. Er wurde so dargestellt wie die Gemeinde außerhalb rüberkommt. Nämlich als Hinterwäldler die mit dem Traktor zum Einkaufen fahren. Der HR wäre schön blöd gewesen wenn er sich egal von welcher Seite vor den Karren spannen lassen hätte. Die eigentliche Problematik, nämlich der alte Streit zwischen Preußen und Nassauern, wird von Leuten außerhalb überhaupt nicht verstanden, und ist auch hinterwäldlerisch. Wie soll es denn ein EUROPA geben wenn es nicht mal zwei Dörfer schaffen miteinander statt permanent gegeneinander zu arbeiten. Ich mache da keinen Unterschied zwischen denen da oben und denen da unten. Aussagen wie die Talsperre zu sprengen sind aus dem vorigen Jahrtausend. Solche Aussagen gibt es auf beiden Seiten. Selbst von eigentlich intelligenten Menschen kommen Aussagen wie „Die sind so, die ändern sich nicht“. Klar wenn ich nicht bereit mich zu ändern dann kann ich es von anderen nicht erwarten. Für mich als Zugezogener ist das ganze hin und her und gegeneinander absolut unverständlich. Dieses ganze Gegeneinander kenne ich aus meiner Heimat nur noch aus Erzählungen meiner Großeltern, aus einer Zeit wo es den Menschen noch nicht so gut ging wie heute. Wo es noch solch einen Kleinkrieg zwischen Dörfern gab weil aus jeder Ackerkrumme was heraus gewrungen wurde und einfache Leute auch mal Hunger litten. Das ist woanders längst überwunden und es wird höchstens mal im Spass gegeneinander gefrotzelt.

    Leute begreift endlich dass Ihr von einigen wenigen für Ihr übles Spiel benutzt werdet. Wenn es so ist dass die ganze Marktgeschichte erst ins Rollen kam nachdem die Besitzer der Immobilie in Holzhausen verkaufen wollten und diese Personen natürlich kein Interesse haben das Rewe dicht macht, weil dann die Immobilie weniger wert ist. Wenn es so ist dass sich ein Engel der keiner ist sich die Dachfläche der Grundschule zum Betrieb einer Photovoltaikanlage zuschustern lässt usw. dann ist das doch ganz schön übel was in unserer Gemeinde abgeht. Aber solange wir das dulden sind wir selber dran schuld. Inakzeptabel ist allerdings wenn die Mehrheit einer sozialen Partei so was auch noch deckt – Schämt Euch! Oder tut nicht so heimlich und klärt die Öffentlichkeit auf ohne euch verengeln zu lassen wie im letzten Gemeindeblättchen. Ihr habt eine Webseite auf der aber leider nur langweilige Dinge stehen. Nutzt die Seite um aktuell und ehrlich aufzuklären. Das gleiche gilt für die andere Partei! Komisch dass ihr euch so einig seid. Was habt ihr zu verheimlichen?

    Ich decke fast meinen gesamten Bedarf an Lebensmittel in Holzhausen. Wenn ich dann aber z.b. in den REWE in Herborn gehe oder Ehringshausen dann muss ich feststellen dass es in Holzhausen vieles nicht gibt was wo anders normal ist. Z.B. keinen frischen Käse, die Metzgerei ist inzwischen wieder gut besetzt, war aber zwischendurch doch recht übel. Beim Gemüse gibt es im Vergleich
    auch gewaltige Unterschiede in der Qualität/Frische. Hier kann man einiges verbessern. Ich meine das konstruktiv! Von daher kann es überhaupt nicht schaden wenn etwas Wettbewerb in die Sache kommt. Und wenn die Aussage stimmt dass REWE in Holzhausen weg will, frage ich warum? Da muß es Gründe geben.

    Ich halte nichts davon den Markt in Holzhausen zu boykottieren wie es inzwischen einige Beilsteiner bewusst tun. Genauso wenig halte ich von Aussagen „Nach Beilstein gehe ich aber nicht, wenn die uns den Markt zumachen“. Wenn wir nach Driedorf oder Katzenfurt gehen dann gehen auch unsere Steuern dort hin und es bleibt noch weniger wie jetzt in unserer Gemeinde.

    Leute begreift doch dass Ihr Euch selbst und uns alle am meisten schadet. Greifenstein wird immer weniger attraktiv. Schlechte Infrastruktur lässt die Preise für unser Grundstücke und Häuser nach untern purzeln. Wer will in eine Gemeinde ziehen in der solch ein Kleinkrieg geführt wird. Greifenstein hat viel zu bieten, wir haben eine einzigartige Natur. Wir haben verteilt auf alle Dörfer tolle Denkmäler. Wir sind dabei einen tollen Radweg zu bekommen der uns viele Gäste bringt. Jedes Dorf kann etwas zu Greifenstein beitragen. Die einen mehr die anderen weniger. Wir können viel daraus machen wenn wir uns alle zusammentun. Wir können aber auch alles kaputt machen, die Vorurteile weiter ausleben und irgendwann mit Mistgabel und Dreschflegel aufeinander losgehen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.