Stell dir vor es brennt – und keiner geht hin

Die Folgen des demografischen Wandels sind auch in unserer Gemeinde deutlich spürbar, immer weniger Kameraden müssen die vielfältigen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr stemmen. Dies birgt zwangsläufig Frustrationspotential in den Reihen der ehrenamtlichen Helfer.

Der Unzufriedenheit unter den Freiwilligen gilt es seitens der Politik entgegenzusteuern. Daher sehen wir als ULfG das aktuell angestrebte Meditationsverfahren als sinnvollen Weg die Probleme zu analysieren und gemeinsam aufzuarbeiten. Diese umfangreiche Aufgabe kann letztlich nur mit gutem Willen und Engagement aller Beteiligten gelöst werden kann.

Wer sich für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr entscheidet, ist sich bewusst, dass es keine Ausreden gibt. Ein Kamerad ist „allzeit bereit“! Deswegen ist es wichtig, dass Politik die Arbeit des Ehrenamts unterstützt und wertschätzt. Aber nicht nur Einsätze, sondern auch Schulungen, Übungen und Versammlungen fordern die Freizeit der Ehrenamtlichen in nicht geringen Umfang. Es ist nicht neu, dass Feuerwehrleute keine Leistungen für Dienste oder Ausbildung erhalten, zusätzlich übernehmen sie auch noch Hausmeistertätigkeiten und Renovierungsarbeiten in Eigenleistungen.

Die Freiwillige Feuerwehr ist eben weniger eine Freizeitbeschäftigung, sondern vielmehr eine Aufgabe fürs Leben im Dienste für die Gemeinschaft.
Deshalb darf aus unserer Sicht ein Feuerwehrgerätehaus nicht nur als eine Investition zur Sicherstellung des Brandschutzes gesehen werden, sondern auch als eine Einrichtung zur Stärkung der Dorfgemeinschaft. Nur so kann sichergestellt werden, dass Rodenberg und Greifenstein auch zukünftig einen Mittelpunkt haben, den eine intakte Dorfgemeinschaft dringend benötigt.

Deshalb erteilt die ULfG allen Zentralisierungsabsichten eine klare Absage und unterstützt uneingeschränkt die Selbständigkeit und Ausstattung der Ortsteilwehren.

Leserbrief von Hans-Jürgen Philipps – Wetzlarer Neue Zeitung vom 22.07.2017

 

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