Nahversorgung und Märkte in Greifenstein: „Die Situation spitzt sich zu!“

Im Moment spitzt sich die Lage bezüglich der Einkaufs-Situation in unserer Gemeinde weiter zu. Wie allgemein bekannt ist, wurde bereits der Lebensmittel-Markt in Allendorf geschlossen.

Allendorf ist immerhin der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde. Dies geschah wohl in der Absicht, dass der bestehende und vom selben Betreiber geführte „REWE“ in Holzhausen mehr Umsatz macht. Eigentlich käme Allendorf laut Regionalplan Funktionen in der Versorgung der umliegenden Ortsteile zu. Vom Privileg, dies auch in der Realität ausüben zu können ist Allendorf jedoch weit entfernt.

Vor einiger Zeit musste auch der SCHLECKER wegen Insolvenz der Handelskette „daran glauben“, seitdem ist auch der größte Ortsteil Beilstein ohne einen Markt. Der EDEKAim namensgebenden Ortsteil Greifenstein wurde zuletzt aus Altersgründen geschlossen. Nicht nur das ist bitter für das Dorf und den Tourismus rund um die Burg Greifenstein. Nun machen im Lebensmittel-Sektor die Handwerks-Betriebe dicht.

Die Bäckerei Kunz mit Cafe, ebenfalls in Greifenstein, wird nach unseren Informationen mangels Nachfolger wohl geschlossen – und wie heute zu erfahren war, trifft es jetzt nocht die traditionsreiche Bäckerei Krebs in Beilstein mit ihrem schönen Cafe.

Das Thema Supermarkt und Disocunter in Greifenstein-Beilstein ist gerade jetzt wichtiger denn je! Aufgrund des Bürgerentscheids sind die Märkte in der Planungsphase, ein entsprechender Bauplan wurde veröffentlicht. Es wird jedoch berichtet, es gäbe auch hier wieder Hemmnisse und Hindernisse.

Das alles ist kaum zu glauben! Die Bürger brauchen und wollen die
Märkte. Das muss endlich in allen Gremien und Behörden zur Kenntnis
genommen werden.

Am 6. März müssen Quittungen ausgestellt werden! Der Stimmzettel sollte eine Quittung sein für diejenigen, die unsere Gemeinde nach wie vor ins Abseits regieren.

Die Unabhängige Liste für Greifenstein will eine Zukunft für alle Ortsteile in unserer Gemeinde. Wir packen die wichtigen Themen an und kümmern uns. Verhindert und blockiert wurde wirklich lange genug.

Supermärkte in Greifenstein – Bebauungspläne offengelegt

Bebauungsplan Supermärkte

Im Verfahren zum Bau der Supermärkte in Greifenstein sind die Bebauungspläne veröffentlicht worden. Am Standort in Greifenstein-Beilstein sollen nach dem Willen der Bürgerinnen und Bürger zwei neue Einkaufsmöglichkeiten für die gesamte Gemeinde entstehen: Ein Lebensmittel-Vollsortimenter plus ein Discounter. Der Bürgerentscheid vom März 2015 hatte mit deutlicher Mehrheit den Bürgerwillen dokumentiert und für Klarheit in dieser Angelegenheit gesorgt. Das Verfahren nimmt nun konkrete Formen an:

REWE und ALDI-SÜD

Laut der Investoren und einer Presse-Erklärung der das Projekt betreuenden Schoofs Immobilien GmbH werden dies Rewe und Aldi-Süd sein. Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens wurde der Plan am 14.12.2015 öffentlich zur Einsicht und zum Download ins Internet gestellt.

Zitat: „Die Öffentlichkeitsbeteiligung wird in Form einer Offenlage des Planentwurfs gemäß § 13a Abs.2 BauGB i.V.m. § 3 Abs. 2 BauGB in der Zeit von Montag, 14.12.2015 bis einschließlich Freitag, 22.01.2016 durchgeführt.“

Kunden sollen die beiden Märkte durch einen ebenerdigen Parkplatz in der Mitte erreichen, sodass Einkäufe leicht und ohne lästiges Umparken ermöglicht werden. Die Märkte sollen die Versorgung mit Lebensmitteln in der gesamten Gemeinde deutlich verbessern, nachdem eine Erweiterung des Marktes in Holzhausen nicht durchführbar ist und im Ortsteil Greifenstein auch der letzte kleinere Markt geschlossen wird. (Dazu informativ „Begründung“ (PDF) zum Bebauungsplan).

Bebauungsplan mit Änderung in Holzhausen gekoppelt

Mit dem nun für die neuen Märkte veröffentlichten Bebauungsplan in Beilstein gekoppelt ist die „Bebauungsplan-„Ochsenstruth“-Neuaufstellung“, die zum gleichen Zeitpunkt offengelegt wurde.

Zitat: „Zur Anpassung an die Ziele der Raumordnung soll gleichzeitig im Gebiet des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Ochsenstruth“ im Ortsteil Holzhausen die Zulässigkeit großflächigen Einzelhandels ausgeschlossen werden. Hierfür wird der Bebauungsplan mit der Festsetzung eines Mischgebiets als Art der baulichen Nutzung neu aufgestellt.“
(Die Begründungen sind hier zu lesen (PDF) )

Behördliche Stellungnahmen

Die behördlichen Stellungnahmen hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit der geplanten Märkte sind weitgehend erfolgt. Zuletzt gab es noch Gutachten und Stellungnahmen zum Denkmalschutz. Zusammengefasst kann man hierzu sagen, dass der „Denkmalschutz“ des alten Bahnhofs in Beilstein nur noch als ein „ideeller“ zu bewerten ist, der hinter das Interesse der Bürger am Bau der Supermärkte zurücktritt. (Des Weiteren wurden wohl auch im Vorfeld einige formale Fehler gemacht. Weder die Gemeinde noch die Besitzer wurden seinerzeit überhaupt über einen mit dem Gebäude verbundenen „Denkmalschutz“ informiert.) Zu oft wurde bereits in den vergangenen Jahren am Bahnhofsgebäude umgebaut und verändert, sodass es bis auf das alte Schild „Beilstein/Dillkreis“ kaum noch konkret schützenswerte Substanz gibt.

Abriss wahrscheinlich

Im Rahmen der Planung und der Durchführung des Neubaus der Märkte haben die Investoren und der private Eigentümer des Gebäudes entschieden, das Bahnhofsgebäude abzureißen. Ein entsprechender Bauantrag zum Abriss wurde kurz vor Weihnachten bereits gestellt, um Zeit innerhalb der Genehmigungsverfahren zu sparen, denn mit dem Ende der Offenlegungsfrist am 22.1.2016 ist man nach der langen Vorgeschichte und den zahlreichen Diskussionen um das Thema daran interessiert, nicht noch mehr Zeit verstreichen zu lassen.

Gemeindevertreter einmal mehr am Zug – Verpflichtungen wahrnehmen?

Am 6. März dieses Jahres finden die Kommunalwahlen statt. Bis zur neuen Zusammensetzung des Gemeinde-Parlaments wird es noch einige Wochen dauern. Die mit ihrer Haltung gegen die Errichtung der beiden Supermärkte nicht nur schwer in die Kritik und unter Druck geratene, von der SPD dominierte „Ablehner-Mehrheit“, die aktiv von den Bürgerinnen und Bürgern überstimmt wurde, will es sich wohl recht einfach machen und die ganze Angelegenheit bis nach der Wahl vertagen. So zumindest muss man die Äußerungen des SPD-Spitzenkandidaten und Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Herrn Spies interpretieren, nach dessen Aussage die nächste Sitzung erst im März stattfinden soll. Es stehen wichtige Entscheidungen an, die nicht weiter verzögert werden dürfen. Die Gemeindevertretung ist gehalten, diese anstehenden Abstimmungen umgehend und ohne weitere Verzögerungen im Sinne des Bürgerentscheids umzusetzen. Das ist ihre Aufgabe und ihre Verpflichtung – und nicht nur eine Bitte.

Quellen: kubus-group.com

Die Greifensteiner CDU kritisierte die ULfG (Unabhängige Liste für Greifenstein)

„Wir werden weder bei der CDU, noch bei anderen Parteien, vorher eine Genehmigung einholen“, so ULfG-Vorsitzender Hans-Udo Sattler, „wenn wir uns mit kommunalen Greifensteiner Themen befassen wollen.“ Die CDU hatte kürzlich in einem Zeitungsartikel den Vorwurf erhoben, die ULfG erwecke den Eindruck, als würden alle Parteien der Greifensteiner Gemeindevertretung dieses Thema ignorieren.

„Mit keinem Wort“, so führt der ULfG-Vorsitzende weiter aus, „haben wir auch nur ansatzweise anderen kommunalpolitisch Aktiven den Vorwurf der Ignoranz in Bezug auf dieses so wichtige Themenfeld gemacht. Wir haben uns dieses Themas angenommen, weil wir hier akuten Handlungsbedarf sehen.“

Zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema “medizinische Versorgung” und “Landärztemangel” hatte die ULfG am 10. April interessierte Bürger in das Beilsteiner Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Auch interessierte Fachleute sowie Firmen, die sich mit Pflege und „HomeCare“ befassen, nutzten die Gelegenheit den informativen Beitrag des Referenten Torsten Heimann von BSN medical zu hören.

Heimann, selbst Beilsteiner und bis dato auch noch für die CDU Abgeordneter im Greifensteiner Gemeindeparlament, stellte in einer kompetenten Präsentation unterschiedliche Kooperationsmodelle in Sachen „Gesundheitsnetzwerke“ aus der mittelhessischen Nachbarschaft und darüber hinaus vor. Dabei betonte er besonders, wie wichtig eine gute Wohn- und Lebensqualität sowie eine gut ausgebaute, funktionierende Infrastruktur in der Gemeinde seien. Nur Gemeinden, die diese Voraussetzungen erfüllen, hätten überhaupt Chancen, dass sich junge Ärzte für die Gründung einer Landarztpraxis entscheiden würden.

Da sich die medizinische Versorgungssituation in Greifenstein seit Herbst letzten Jahres, verursacht durch den gesundheitsbedingten Ausfall des Beilsteiner Praxisinhabers, besonders zugespitzt hat, ergibt sich nach Meinung der ULfG ein dringender Handlungsbedarf für die Gemeinde. Natürlich weiß man seitens der ULfG, das der Themenkomplex „Medizinische Versorgung und Pflege“ auch im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms (IKEK) behandelt wurde. Zum Zeitpunkt der IKEK-Bestandsaufnahme, Mitte des letzten Jahres, kam man da aber noch zu dem Schluss, dass die derzeitige medizinische Versorgung in Greifenstein und das vorhandene Angebot als zufriedenstellend zu bewerten seien.

„Der Vorschlag von Torsten Heimann am Ende seines Vortrags“, so ULfG-Vorsitzender Hans-Udo Sattler, „eine Task Force zu gründen, welche sich immer wieder mit der Aufgabenstellung befasst, stellt keine Konkurrenzsituation zu den Bemühungen und Aktivitäten im Rahmen des IKEK dar, sondern kann diesen Prozess spürbar unterstützen.“

„Statt mit haltlosen Unterstellungen einen vorgezogenen Kommunalwahlkampf zu eröffnen, hätten wir uns ehrlich gefreut“, so der ULfG-Vorsitzende, „wenn wenigstens ein Vertreter (außer dem Referenten) der Greifensteiner CDU den Info-Abend besucht hätte.“

Info-Abend zum Thema „medizinische Versorgung“ und „Landärztemangel“

Der ULfG INFO-ABEND zum Thema „Medizinische Versorgung“ und „Ansiedlung von Landärzten“ war gut besucht. Trotz des traumhaften, sommerlichen Wetters im April waren die drei Tischreihen im großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses Greifenstein-Beilstein gefüllt und ein interessiertes Publikum hörte einen informativen Beitrag unseres Referenten Torsten Heimann von BSN medical. Neben interessierten Bürgern nahmen auch einige Fachleute teil, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Firmen, die sich mit Pflege und HomeCare befassen.

Es gilt, jetzt aktiv zu werden, nicht erst in ein paar Jahren, wenn die medizinische Versorgung noch weiter kollabiert ist. Das scheint man um Greifenstein herum bereits erkannt zu haben.

Was in den Nachbarkreisen z.B. Marburg-Biedenkopf und Limburg-Weilburg, und anderen Städten und Gemeinden schon alles angelaufen ist, welche Möglichkeiten es gibt, darüber haben wir einiges erfahren.

Darüberhinaus haben wir eine „Task-Force“, eine Aktiven-Gruppe angestoßen, die sich um Vorschläge im Bereich medizinische-Versorgung in Greifenstein kümmert und in enger Abstimmung mit den I.K.E.K.-Arbeitsgruppen der Gemeinde Impulse geben will. (Weitere Interessierte können sich übrigens jederzeit bei uns melden eMail: greifenstein@online.de) Treffpunkt und Termine werden bald bekannt gegeben.

Auch die Presse (WNZ) war anwesend. Frau Pöllmitz hat sich einige Notizen gemacht und auch Bilder dazu. Wir werden selbst noch einen beblilderten Bericht für unsere Homepage machen, bei der auch die Links zu den bisher bestehenden Modellen anderer Kommunen zu finden sein werden.

Nach Bürgerentscheid Pro Märkte: SPD setzt weiter auf Eskalation

Der Bürgerentscheid in der Märktefrage hat sich deutlich für den Bau von Vollsortimenter und Discounter ausgesprochen. Der Entscheid hat zwangsläufig zur Polarisierung beigetragen. Nicht zuletzt durch die öffentliche Verbreitung von Aussagen der „Nein-Abteilung“, die nicht haltbar waren oder teilweise völlig neben der Sache liegend vorgetragen wurden. Besser wäre es im Sinne des Zusammenhaltes in der Gemeinde gewesen, die Gemeindevertreter hätten bereits im Vorfeld auf die sich deutlich abzeichnende Bürgermehrheit Pro-Märkte reagiert. Dann hätte man erst gar nicht zu einem solchen, letzten Mittel zur demokratischen Verdeutlichung des Bürgerwillens greifen müssen. Chancen für ein Einlenken seitens der von der SPD Angeführten Ablehner gab es genügend. Doch man zeigte sich so uneinsichtig wie stur.

In meinem Beitrag „Wer übernimmt die politische Verantwortung“ <hier zu lesen>, wurden einige kritische Fragen aufgeworfen. Nun hat man seitens der SPD wiederum nach altem Muster reagiert. Leider. Während wir nach vorne schauen, um die Gemeinde wirtschaftlich erfolgreicher, attraktiver und lebenswerter zu gestalten, gefällt man sich seitens der SPD in Beständigkeit darin, „Schwarze Peter“ zu verteilen.

So schrieb ich in meinem letzten Artikel beispielsweise: „Wesentlich einfacher ist es da doch, für eigene Unzulänglichkeiten und Fehlentscheidungen andere verantwortlich zu machen. Kurzfristig wird dadurch Kritik vermieden, aber langfristig auch das eigene persönliche Wachstum und die Akzeptanz. Und das wiegt deutlich schwerer. Denn aus Fehlern, für die niemand verantwortlich ist, kann auch niemand lernen.“

Liest man dazu das Statement der SPD-Greifenstein, wird man genau die im Artikel beschriebene Vorgehensweise in Bezug zur Verantwortungsübernahme finden. Wen wundert’s noch?

Deshalb lohnt es sich, einmal innezuhalten um das Agieren der Genossen zu reflektieren.

Auch die weitere beabsichtigte Vorgehensweise der SPD im Märkte-Thema zeugt nicht von Einsicht. Schon gar nicht vom Willen, das demokratisch herbeigeführte, mehrheitliche Votum der Bürger nun ohne-wenn-und-aber umzusetzen.

Nein, eine neuerliche Ankündigung und Begründung zur Verweigerung (kritisch hinterfragen) nur mit anderen (rechtlich zulässigen) Mitteln scheint die neue Strategie der Genossen zu sein.

Nachzulesen auf der SPD Homepage – Zitat SPD:

„Die SPD Greifenstein erkennt selbstverständlich die Mehrheitsentscheidung der Wähler/innen der Gemeinde an. Der Bürgerentscheid ist ein Mittel direkter Demokratie, das zeigt, dass der überwiegende Teil der Wähler/innen zwei Märkte in Beilstein will. Nun beginnt ein komplexer Prozess der Bauleitplanung, in dem sich dieses Vorhaben an den geltenden rechtlichen Vorschriften messen lassen muss. Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung wird diesen Prozess begleiten und an den richtigen Stellen – wie auch in der Vergangenheit – kritisch hinterfragen.“

Soll heißen – und ich zitiere hier einmal hierz passend dazu die Meinung von Verena Haas –

„Und wenn Ihre Partei jetzt, nach der Mehrheitsentscheidung, die es doch nach eigener Aussage zu respektieren gilt, auf ihrer Homepage auch noch verlautbaren lässt: “Nun beginnt ein komplexer Prozess der Bauleitplanung, in dem sich dieses Vorhaben an den geltenden rechtlichen Vorschriften messen lassen muss. Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung wird diesen Prozess begleiten und an den richtigen Stellen – wie auch in der Vergangenheit – kritisch hinterfragen.” – dann wirft das extreme Skepsis auf. Wollen Sie weiterhin verhindern, was die überwiegende Bevölkerung möchte? Wollen Sie nach wie vor dafür sorgen, dass es keine zwei Märkte in Beilstein gibt? Ist das Ihr Ernst, vordergründig zu behaupten, man akzeptiere demokratische Entscheidungen, aber dann wiederum “hinter den Kulissen” akribisch nach Möglichkeiten zu suchen, die baulichen Vorhaben zu verhindern? Haben Sie solche höchst fragwürdigen Methoden tatsächlich nötig?“

Nach der Mehrheitsentscheidung der Bürgerschaft und dem darin enthaltenen Votum an Politik und deren Gremien endlich den Mehrheitswillen umzusetzen, nun weiterhin eine Blockadepolitik fortzuführen, macht allerdings all jene fassungslos, die am 22. mit JA gestimmt haben.

Die Bürger wollen endlich Fortschritte sehen und sind die taktischen Geplänkel der SPD leid.

Was uns Bürgern in letzter Zeit von einer uneinsichtigen und verbohrten SPD Fraktion zugemutet wurde, sprengt alles bisher Dagewesene. Als einer, der sich schon eine ganze Weile auf diesem Planeten und in diesem Lande aufhält, weiß ich, wovon ich rede. Aber frei nach dem Motto „ich habe meine Meinung, jetzt komm‘ du mir nicht noch mit Mehrheiten“ wird auch dieser sozialistische Parforceritt die Gemeinde weiter auseinander dividieren.

Fazit: Die heimische SPD erklärt sich als Mandant und Vertreter einer Minderheit, die sie für „wichtiger“ zu halten scheint als die berechtigten Interessen und den klaren Auftrag von mehr als 2.000 Bürgern. Die meisten hiervon verteilten sich auf die sieben „oberen“ Ortsteile. In nur drei von zehn Ortsteilen hingegen stimmte man überwiegend mit Nein.

Zitat SPD: „Dieses Mandat hat die Fraktion nicht zuletzt von mehr als 1.500 Wähler/innen erhalten, die am vergangenen Sonntag mit „Nein“ gestimmt haben. Der Markt in Holzhausen und die Versorgungssituation des Ulmtals verdienen es, dass jetzt umsichtig gehandelt wird, wie die SPD-Fraktion es auch in der Vergangenheit bereits getan hat.“


43% sind nicht die Mehrheit!

Die SPD unterstellt der unabhängigen Bürgerliste ULfG undemokratisches Handeln. Eine Aussage, die den Kennern der Greifensteiner Verhältnisse dann doch ein wissendes Schmunzeln ins Gesicht treiben muss. Dies alles wird unermüdlich und verbissen weitergetrieben, völlig unbeeindruckt von dem einer Entscheidung, die durch Direkte Demokratie zustande kam. Trotz aller Widerstände zeigte sich, dass die überwiegende Mehrheit in der Marktfrage anders denkt, als die SPD es gerne gehabt hätte.

Zitat SPD: „Das ist die hausgemachte Entlarvung einer zutiefst undemokratischen Einstellung, die sich durch den gesamten Wahlkampf der „ULfG“ zog. Kernbestandteil einer gelebten Demokratie ist es, die Meinung des Anderen auszuhalten, entspricht sie auch nicht den eigenenen Ansichten. Diese Fähigkeit lässt die „ULfG“ aber leider völlig vermissen.“

Doch die ständigen vom SPD-Vorstand ausgehenden Herabsetzungen, welche auf deren Homepage gegenüber Vertretern der ULfG wiederholt geäußert werden, stellen einen neuerlichen Höhepunkt an Provokation gegenüber der ULfG und der Mehrheit der Bürger samt Andersdenkenden in der Gemeinde dar.

Diese Aussage ist bezeichnend für jene Arroganz , Macht und Überheblichkeit der Genossen, welche scheinbar jegliches Gespür für die Realität verloren haben. Was wir hieraus lernen können?

Eine Partei wie die SPD- Greifenstein ist resistent gegen jede Art von Kritik, nimmt Bedürfnisse und Probleme der Mehrheit der Bürger nicht ernst, und versteht sich weiterhin als Mandatsträger einer Minderheit unserer Gemeinde.

Das ist meines Erachtens eine schockierende Bankrotterklärung für die derzeit herrschende Gemeindepolitik und einem zweifelhaftem Demokratieverständnis an sich. Aber vermutlich werden ihre Protagonisten weiterhin versuchen sich mit ein paar Betroffenheitsbekundungen so schnell als möglich aus der Affäre zu ziehen anstatt ihr Fehlverhalten aufzuarbeiten.

Die Art und Weise mit der sich die Genossen selbst den Boden ihrer Daseinsberechtigung entziehen, gleicht schon einem politischen Harakiri. Mit Ihrer weiterhin revanchistischen und destruktiven Grundeinstellung zu diesem Thema verwirken sie selbst jeglichen Ansatz für ein freundschaftliche, vertrauensvolle und friedfertige Koexistenz der Menschen unserer Gemeinde.

Hier wird frei nach dem Motto „Vor der Wahl ist nach der Wahl, die werden uns schon wieder ihre Stimmen geben..“ gehandelt – ein erstaunliches Vertrauen in die Vergesslichkeit und Gleichgültigkeit der Wählerinnen und Wähler… doch dieses Ansinnen dürfte diesmal so nicht aufgehen.

Das Streben gilt schon längst nicht mehr der Sache, und schon gar nicht dem, wofür wir als ULfG einstehen, nämlich dem Wohl des Gemeinwesens, es richtet sich inzwischen gegen die Mehrheit der Bürger und dient anscheinend nur noch einem persönlich motiviertem Rachefeldzug. Somit ist eine SPD-Fraktion in ihrer jetzigen Konstellation für unsere Gemeinde unerträglich geworden. Wir empfinden Ihnen gegenüber tiefstes Misstrauen. Eine zukünftige vertrauensvolle Zusammenarbeit kann man sich unter diesen, momentanen Voraussetzungen nur schwerlich vorstellen.

Eine gedeihliche Zusammenarbeit ist jedoch eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche, zukunftsweisende Arbeit für die Gemeinde und ihrer Bürger.

Doch auch wir von der ULfG werden das weitere Agieren der in der Märktefrage weiterhin „akribisch begleiten“ und „öffentlich bewerten“, es liegt nun einzig allein am zukünftigen Handeln der SPD- Vertreter selbst, mit welcher Bewertung sie in die Geschichtsbücher der Gemeinde eingehen wollen.

Wer übernimmt die politische Verantwortung?

Der Bürgerentscheid am 22. März wurde mit eindeutiger Mehrheit „pro Märkte“ auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Greifenstein-Beilstein entschieden. Der Mehrheitswillen der Bürger in unserer Gemeinde hat den Parlamentariern mit diesem Votum den klaren Auftrag erteilt, die Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Vollsortimenters mit Discounter nun zeitnah in den Gremien umzusetzen.

Der durch Protektionismus und Blockadehaltung der SPD Abgeordneten entstanden Schaden ist immens und lässt sich derzeit nur annähernd ermitteln. Neben dem finanziellen Desaster, dem Verlust von ca. 120.000.- aus dem nicht getätigten Verkauf des Baugeländes, müssen nochmals die entstandenen Kosten von etwa 25.000.-€ für den Bürgerentscheid hinzugerechnet werden. Mehrfach hätte man diese unnötige Geldausgabe verhindern können, spätestens aber nachdem Greifensteiner Bürgerinnen und Bürger 1.492 Unterschriften leisteten, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Dies waren bereits mehr als 27% der gesamten Wählerschaft.

Doch was viel schlimmer wiegt, ist die Spaltung der Gemeinde in zwei Lager. Dies hat man zur Durchsetzung von eigenen Interessen billigend in Kauf genommen.

 

Selbst nach der sich schon im Vorfeld abzeichnenden Mehrheit, positionierte sich die heimische SPD weiterhin für Eskalation und die draus resultierende Spaltung der Gemeinde. Diese Politik ist unverantwortlich zu nennen und es muss die Frage erlaubt sein, wer jetzt die „politische Verantwortung“ für dies angerichtete Desaster übernimmt?
Es scheint, dass es auch hier wieder einmal mehr nach dem Motto „Augen zu und durch geht“, als sich der eigenen politischen Verantwortung zu stellen.

Fazit: Man weigert sich einfach, die Verantwortung für den angerichteten Schaden zu übernehmen. Haben wir schon einmal den Satz gehört:
„Wir haben einen Fehler gemacht!“? – Nein!

Hinter vorgehaltener Hand werden Durchhalteparolen ausgegeben, man dürfe das eigene Fehlverhalten jetzt nicht schlecht reden, um die Situation nicht noch zu verschlimmern. Wesentlich einfacher ist es, für eigene Unzulänglichkeiten und Fehler andere verantwortlich zu machen. Kurzfristig wird dadurch Kritik vermieden, aber langfristig auch das eigene persönliche Wachstum und die Akzeptanz. Und das wiegt deutlich schwerer. Denn aus Fehlern, für die niemand verantwortlich ist, kann auch niemand lernen. Wieder einmal ein Beweis dafür, dass „eine Krähe der Anderen nicht die Augen aushackt“!

Deshalb muss aufgrund der jetzt ermittelten Faktenlage und neben der Mehrheitsbekundung der Bürger zu Marktentscheid endlich auch die politische Verantwortung der Beteiligten aufgearbeitet werden.
Politik -wir erinnern uns- ist die Sache mit dem Gemeinwohl. Und Politikfähigkeit entscheidet sich daran, wer das vom Wähler als das fürs Gemeinwohl Beste durchzusetzen versteht. Wer an die Spitze der Gemeindegremien wollte, darf darum in der Kette der Verantwortlichen nicht zu den Letzten gehören.

Politik besitzt demnach zunächst einmal die Verantwortung, den erklärten Willen der Bürger in die Praxis umzusetzen. Darüber hinaus haben die Entscheidungen der Politik riesige und oft schwer vorhersehbare Auswirkungen. So werden beispielsweise neue Projekte initiiert oder verhindert, welche noch das Leben kommender Generationen beeinflussen können. Dies wurde erstmals deutlich als der Standort für die Errichtung einer Mittelpunktschule in Beilstein schon damals vom gleichen Klientel ablehnt wurde, wie heute die Errichtung neuer Märkte.

Was die Übernahme von politischer Verantwortung bedeutet, wenn es schlecht läuft, ist ein Abwägungsprozess. Gelegentlich machen Politiker es so, dass sie im Amt bleiben – angeblich, um den entstandenen Schlamassel zu beseitigen. Sie sagen dann, sie wollten sich nicht aus der Verantwortung stehlen und stünden zu demokratischen Entscheidungen. Ein unlogisches Argument, weil sich der Politiker plötzlich zur Lösung eines Problems die Kompetenzen zuschreibt, die er zuvor selbst blockiert hat.
Deshalb mein Appell an jene, die diese Misere durch unverantwortliche Politik zu verantworten haben: Steht endlich zu Eurer Verantwortung und zieht entsprechende Konsequenzen, um einem Neubeginn in der Gemeinde eine faire Chance zu geben.