Sachstandsbericht zum Gemeindewald

In der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung, am 01.06.2021 in der Allendorfer Ulmtalhalle gab Gemeindeförster Michael Junker den Abgeordneten des Gemeindeparlaments einen Sachstandsbericht zum Zustand des Gemeindewaldes ab. Herr Junker ist im Amt seit März 2020 und stammt aus Edingen. Ehe er im vergangenen Jahr nach der kommunalen Übernahme der Beförsterung die Stelle in Greifenstein antrat, absolvierte er das Studium und seinen Anwärterdienst in Niedersachsen. Danach war er noch als Förster in einem Privatwald tätig.

Aktuelle Einschlagsituation

Herr Junker begann seinen Vortag mit der aktuellen Einschlagssituation in den Greifensteiner Wäldern. Er erläuterte, dass die aktuelle Situation auf meteorologische Ereignisse bzw. Besonderheiten der vergangenen Jahre zurückzuführen ist. So sei im Januar 2018 der heimische Wald durch das Orkantief Friederike bereits in Mitleidenschaft gezogen worden. Diesem Extremereignis folgte noch im gleichen Jahr ein ebenfalls von der Norm völlig abweichender Sommer. „Der Sommer 2018 kam früh, war lang, heiß und sehr, sehr trocken“, verdeutlichte Junker. Dieser heiße Sommer in Verbindung mit den Sturmschäden sorgte bereits in 2018 für einen besonders hohen Befall der Fichtenbestände mit dem Borkenkäfer. „In den aufgestellten Pheromonfallen, die zur Zählung der Käferpopulation eingesetzt werden, mussten in 2018 die üblichen Auffangbehältnisse, die einem Haushalts-Messbecher ähneln, gegen 10-Liter-Putzeimer getauscht werden, um die Menge der Käfer in den Fallen überhaupt händeln zu können“, illustrierte der Gemeindeförster für alle bildhaft die Geschehnisse.

Als ob diese Belastung nicht schlimm genug gewesen wäre, folgte in 2019 ein erneut überdurchschnittlich heißer und trockener Sommer mit einer regelrechten Hitzewelle. Dies führte dazu, dass sich die Käfersituation überhaupt nicht entspannte. „Das Fass zum Überlaufen brachte schließlich Orkan Sabine im Februar 2020. In Summe war das für den heimischen Wald eine echte Jahrhundertkatastrophe“, lautete das Resümee Junkers.

Alle diese Ereignisse machen eine derzeitige Übernutzung des Waldes notwendig. Der festgelegte Hiebssatz, die flächenbezogene Menge Holz, die nachhaltig jährlich einzuschlagen ist, im Gemeindewald beträgt eigentlich 10.000 Festmeter (fm). Derzeit sind in 2021 bereits 14.500 fm eingeschlagen worden. Dies ist notwendig, um eine vollständige Holzentwertung der abgestorbenen Fichten vorzubeugen. Holz, das „nur“ vom Borkenkäfer geschädigt wurde, ist für sämtliche baulichen Zwecke noch nutzbar. Nisten allerdings holzbrütende Insekten wie Holzwespenarten oder Bockkäfer in dem abgestorbenen Holz – egal ob noch stehend oder liegend – zersetzen diese die Grundsubstanz des Holzes und entwerten es nahezu vollständig. Diese Hölzer wären dann für viele übliche Anwendungen nicht mehr zu nutzen. Eine weitere Gefahr für abgestorbene Fichten besteht durch Pilzbefall, der ebenfalls eine völlige Entwertung zur Folge hätte. „Daher ist es wichtig, die befallenen Bestände einzuschlagen und zeitnah abzutransportieren“, erklärte Michael Junker in diesem Zusammenhang und gibt eine Vorausschau für den Rest des Jahres: „Ich gehe derzeit davon aus, dass in 2021 noch weitere 10.000 Festmeter eingeschlagen werden müssen. Im Forstbetrieb spricht man in diesem Zusammenhang von Zwangsnutzungsholz.“ Für das Jahr 2022 rechnet der Gemeindeförster ebenfalls noch einmal mit einer Menge von 10.000 fm.

Wirtschaftliche Bedeutung

Auch die wirtschaftliche Bedeutung konnte Junker der Gemeindevertretung skizzieren: Der holzerntefreie Erlös – die Summe die nach Abzug aller Kosten schließlich übrig bleiben – lag in 2020 noch bei 2 bis 10 € je Festmeter. Aufgrund der Knappheit des Marktes, die zunächst in einem Widerspruch zu den allerorts eingeschlagenen Holzmengen zu stehen scheint, werden aktuell jedoch 30 bis 45 € je fm erzielt. Dies klingt akut gut und nach viel Geld, jedoch bedeutet die derzeitige Situation auch, dass mit der notwendigen Pflanzvorbereitung, Pflanzung, dem Schutz und der Pflege neuanzulegender Bestände auf mindestens 20 Jahre mit ausbleibenden Erlösen auf den aktuellen Brach- bzw. Käferholzflächen von Seiten der Gemeinde zu rechnen ist.

In der Ergebnisrechnung aus dem Jahr 2020 blieben aus den Holzerlösen etwa 150.000 € für die Gemeindekasse übrig. Im Jahr 2021 sind dies bisher (Stichtag 25.05.2021) etwa 15.000 €. Michael Junker rechnet bis zum Jahresende mit einem Ertrag von 790.000 €, dem etwa 540.000 € Aufwendungen gegenüberstehen. Somit sollten die Erlöse in 2021 bei ca. 250.000  € liegen.

Situation auf dem Weltmarkt – „Exportholz“

Laut Junker wurde er in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder darauf angesprochen, dass das gemeindeeigene Holz doch der deutschen Wirtschaft zugeführt werden solle. Die bereits oben kurz skizzierte Knappheit sorgt mancherorts für leere Baumarktregale und überall für massiv gestiegene Rohstoffpreise bei Holzbaustoffen und Holzwaren. Hierzu erklärte der Gemeindeförster, dass sämtliche deutschen Nadelholz-Sägebetriebe bis zum Anschlag ausgelastet sind. Ferner sei Sägeholz ein globales Wirtschaftsgut. Der Handel hiermit ist international und die Preise unterliegen der freien Marktwirtschaft. So habe sich der Preis für Nadelschnittholz kürzlich verdreifacht. „Man kann deshalb nicht sagen, wenn deutsche Sägewerke wie derzeit voll ausgelastet arbeiten, dass das automatisch dafür sorgt, dass auch Regale in deutschen Baumärkten voll sind und die deutschen Großhändler hiervon profitieren“, klärt Junker den Zusammenhang für alle verständlich auf. Zahlen andere vor allem globale Käufer mehr, gehen auch die Hölzer aus den deutschen Werken beispielsweise nach Übersee. Der „Green New Deal“ unter dem neuen US-Präsidenten Biden etwa sorgt derzeit für eine beispiellose Nachfrage in den USA. Ebenfalls kritisch beäugt Junker den vom russischen Präsidenten Putin jüngst verfügten absoluten Exportstopp von Rundhölzern aus Russland, der zum Jahreswechsel in Kraft treten wird. Dies führt zu weiteren weltweiten Hamsterkäufen von Rundholz, um die erwarteten Bedarfe decken zu können.

Wegebau und Wegeinstandsetzung

„Die derzeitigen Maßnahmen zeigen auch eine deutliche Belastung der Waldwege. Hier werden Instandsetzungsmaßnahmen im Nachgang an einigen Stellen erforderlich sein“, kam Junker schließlich auf die Beanspruchung der Infrastruktur zu sprechen und ergänzte: „Eine Erhaltung und Pflege der vorhandenen Waldwege durch Profilherstellung und Sicherung der fachgerechten Entwässerung ist deutlich preiswerter als Wegeneubau.“

Naturschutzprojekt Greifenstein Hammelsheck

Hohe Wellen schlug vor einiger Zeit auch ein Naturschutzprojekt in der Gemarkung Greifenstein. In der Nähe des Sportplatzes und der Tennisanlage befindet sich das Gebiet „Hammelsheck/Schultheißenhain“. Hier ist die Wiederherstellung der offenen Hutelandschaft in Angriff genommen worden, die eine vorherige – fast vollständige – Rodung der Fläche notwendig machte und manchen Unmut bei Spaziergängern erzeugte.

Die ursprüngliche Hutelandschaft bestand aus einer durch einen Lesesteinwall als Abgrenzung zum Ackerland angelegte Freifläche, auf der solitäre Eichen, sogenannte Huteeichen, standen. Dieser Eichen-Altbestand war auch noch erhalten. Durch fehlende Beweidung war die Fläche allerdings völlig eingewachsen und verbuscht. Mit Vergleichs-Luftbildern konnte die Situation im ursprünglichen Zustand mit dem Zustand verglichen werden, der vor der Maßnahme vorzufinden war.

Dieses Naturschutzprojekt ist dem Natura 2000-Schutzgebiet Fleisbachtal und Hindstein zuzurechnen. Planung und Genehmigung erfolgte durch die obere Naturschutzbehörde am Regierungspräsidium Gießen. Die Betreuung erfolgt durch das Forstamt Wetzlar. Bereits im Jahr 2003 wurde in einer Grunddatenerhebung der Bereich als seltener Lebensraumtyp erfasst. Im Jahr 2012 erfolgte ein Pflegeplan mit einem entsprechenden Gutachten und der Definition von Pflegezielen. Die konkrete Maßnahmenplanung erfolgte schließlich in 2018, deren Umsetzung außerhalb der Brut- und Setzzeit, im zeitigen Frühjahr 2021 schließlich vollzogen wurde.

Pflanzungen und Pflanzenschutz

In der jüngsten Vergangenheit wurde im Greifensteiner Forst erstmals eine maschinelle Pflanzvorbereitung ausprobiert. In der Gemarkung Greifenstein (Abteilung 313) wurden daraufhin 12.000 Eichen und 2.800 Hainbuchen gepflanzt. Als Ausbesserungsmaßnahme wurden ebenfalls auf Kleinstflächen noch 3.000 Küstentannen, Weißtannen und Douglasien nachgepflanzt.

Ausblick: Maßnahmen bis Jahresende

Neben dem bereits erwähnten weiteren Holzeinschlag von 10.000 fm Fichte bis Jahresende sollen noch 2.500 fm Buchenholz sowie Brennholz für die Anwohner eingeschlagen werden. Ab Anfang Juni laufen auch Maßnahmen zur Einzelschutzunterrichtung von Bereichen, in denen etwa Verbiss zu beklagen ist. Im Hochsommer stehen gegebenenfalls noch Läuterungsmaßnahmen im Greifensteiner Forst an. Diese Maßnahmen dienen der Entfernung von Vorwuchs-Bäumen, besonders stark wachsenden Bäumen in Beständen, die die übrige Kultur zu überwachsen drohen und zu starke Konkurrenten darstellen. Im Herbst nach der Holzernte stehen schließlich noch die Wegeinstandsetzungsmaßnahmen an.

Das Parlament hat sich konstituiert

Am gestrigen Donnerstag konstituierte sich die Gemeindevertretung Greifensteins nach der Kommunalwahl am 14. März in der Ulmtalhalle Allendorf. Bei der Veranstaltung waren 30 der 31 gewählten Mandatsträger anwesend. Mit einer fast zweiseitigen Tagesordnung vor der Brust wurde die Sitzung um 19 Uhr eröffnet.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Marion Sander (parteilos) wurde der konstituierende Teil der Sitzung durch den Alterspräsidenten Harald Herr (CDU) eröffnet. Dieser führte durch die Wahl des neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden Werner Spies (SPD) aus dem Parlament wurde mit 18 der 30 abgegebenen Stimmen Jan Niklas Henrich (SPD) zum neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung gewählt. Er war auch einziger Kandidat.

Hans Udo Sattler zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Sodann übernahm Henrich das Wort und führte durch die Wahl zu den stellvertretenden Vorsitzen. Laut Hauptsatzung der Gemeinde sind drei Stellvertreter:innen zu wählen. Vier Kandidaten wurden von den Fraktionen ins Rennen geschickt. Mit Hans Udo Sattler stellt die ULfG künftig den ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Die beiden weiteren Stellvertreterposten besetzen Steffen Droß (CDU) und Brigitte Marczik-Bovermann (SPD). Der Kandidat der AFD fiel mit deutlicher Mehrheit bei der Wahl durch.

Im Anschluss daran wurden die Wahl der Gemeindevertretung sowie die Wahl der zehn Ortsbeiräte aus den Greifensteiner Ortsteilen jeweils einstimmig vom Parlament für gültig erklärt. Wie aus den Ausführungen Henrichs hervorging, lag gegen keine der Wahlen ein Einspruch vor.

Ausschüsse beschickt

Schließlich wurde vom Parlament ebenfalls einstimmig beschlossen, dass die drei Ausschüsse, die laut Hauptsatzung in der Gemeinde Greifenstein zwingend zu bilden sind, über die Fraktionen beschickt werden dürfen. Dies war auch in der Vergangenheit so üblich. Die ULfG wird dabei in den drei Ausschüssen entsprechend des Verhältniswahlrechts jeweils mit einer Person wie folgt vertreten sein:
Die Abgeordneten der ULfG in den Ausschüssen.

  • Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss: Hans Udo Sattler
  • Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss: Hans-Jürgen Philipps
  • Ausschuss für Soziales, Sport und Kultus: Florian Kunz

Die Fraktionen haben – sofern noch nicht geschehen – binnen sieben Tagen die Möglichkeit ihre Abgeordneten in den Ausschüssen zu nominieren.

Heike Nebhuth im Gemeindevorstand

Schließlich wurden noch die Wahlen der Beigeordneten im Gemeindevorstand durch das Parlament durchgeführt. Die Fraktionen SPD, ULfG und FWG traten hier mit einer gemeinsamen Liste an. Die übrigen Fraktionen mit eigenen Wahlvorschlägen. Für die ULfG wird weiterhin Heike Nebhuth im Gemeindevorstand tätig werden. Der bisherige zweite Sitz im Gemeindevorstand wurde bei der Wahl leider verloren. Da unsere gemeinsame Liste die meisten Stimmen im Gemeindeparlament erhielt, wird Fred Schaffarz (SPD) als Kandidat auf Listenplatz 1 der gemeinsamen Liste auch in den nächsten fünf Jahren wieder Erster Beigeordneter und damit Stellvertreter von Bügermeisterin Sander sein.

 

Acht der neun gewählten Mitglieder im Gemeindevorstand wurden, da sie anwesend waren, gestern auch in ihr Amt berufen und von Henrich vereidigt. Der AfD-Beigeordnete fehlte aus gesundheitlichen Gründen und wird beim nächstmöglichen Termin vereidigt und darf danach seine Aufgabe wahrnehmen.

Thomas Weiler rückt nach

Da Heike Nebhuth bei der Kommunalwahl einen Sitz im Gemeindeparlament errungen hatte, musste sie als Beigeordnete im Gemeindevorstand aus diesem Amt ausscheiden. Mit Joel Becker verzichtete der erste Nachrücker der ULfG aus beruflichen Gründen aktuell auf sein errungenes Mandat, so dass Thomas Weiler als zweiter Nachrücker die entstandene Lücke in der Fraktion für die ULfG schließt und somit wieder ins Parlament einzieht. Dies wertet allein durch die bisherige Erfahrung in der letzten Wahlperiode die Fraktion noch einmal deutlich auf und freut uns alle sehr, zumal die ULfG in Thomas‘ Heimatort Odersberg ein besonders gutes Ergebnis erzielen konnte.

Abschließend berichtete Bürgermeisterin Sander noch über aktuelle Themen der Gemeinde, so etwa dem genehmigten Projekt zum Überflutungsschutz im Ortsteil Ulm oder die derzeit allgegenwärtigen Veränderungen im gemeindlichen Wald durch den sehr großen notwendigen Einschlag in vielfacher Höhe der üblichen Menge. Zu diesem Thema war ohnehin schon vorgesehen, dass der gemeindeeigene Förster, Michael Junker, in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung einen Vortrag erarbeiten und das Parlament über die abgeschlossenen sowie aktuellen Vorgänge, die Planungen und die Notwendigkeiten in Bezug auf Einschlag und Aufforstung informieren. Seinerzeit hatte die ULfG mit einem Antrag die Beförsterung durch die Gemeinde auf den Weg gebracht. Im Vorgriff hierauf werden Sie in den nächsten Tagen einen Bericht auf unserer Homepage finden. Die Sitzung wurde schließlich nach knapp 90 Minuten durch Henrich geschlossen.

Hans-Jürgen Philipps erhält Präsent von der Fraktion

Nach dem offiziellen Teil konnte die Fraktion noch dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Hans-Jürgen Philipps, recht herzlich gratulieren. Selbiger durfte gestern seinen 69. Geburtstag feiern und war dennoch in bekannt pflichtbewusster Weise bei der Sitzung anwesend. Er erhielt daher von der Fraktion einen edlen Tropfen als Geschenk. Auch an dieser Stelle seien noch einmal die besten Wünsche für das neue Lebensjahr an dich, lieber Jürgen, gerichtet. Vor allen Dingen viel Gesundheit steht auf der Wunschliste unsererseits an dich gerichtet ganz oben.

Konstituierende Sitzung steht an

Am kommenden Donnerstag, dem 22.04.2021, steht in der Ulmtalhalle in Allendorf ab 19.00 Uhr die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung an.

Die Tagesordnung umfasst elf Punkte. Nach der Eröffnung und der Feststellung des an Jahren ältesten Mitglieds der Gemeindevertretung wird die Wahl des Vorsitzenden von jener Alterspräsidentin bzw. jenem Alterspräsidenten geleitet.

Weitere wichtige Tagesordnungspunkte sind auch die Wahl und anschließende Vereidigung der Beigeordneten im Gemeindevorstand sowie die Beschickung der Ausschüsse.

Für die ULfG sind Hans Udo Sattler, Hans-Jürgen Philipps, Heike Nebhuth und Florian Kunz in die Gemeindevertretung gewählt worden und bilden somit die Fraktion zu Beginn der Sitzung.

Die Sitzung ist öffentlich. Aufgrund des großen Publikums mit potenziellen Beigeordneten im Gemeindevorstand bzw. Nachrücker:innen sind aber pandemiebedingt nur zehn weitere Zuschauer erlaubt. Diese müssen sich im Vorfeld bei der Gemeinde anmelden und registrieren lassen.

Bedenkenträger und sonstige „Miesepeter“

Das ist sicher jedem schon mal passiert; man hat eine Idee oder einen Vorschlag, und nachdem man vorgestellt und erläutert hat, sind sie da, die ewigen Bedenkenträger, notorische Besserwisser und Kleinkrämer, die über alles und jeden meckern und jede Idee als undurchführbar oder zu teuer ablehnen.

Eines kann man dem Greifensteiner- Gemeindeparlament wahrlich nicht nachsagen: Sie ist keine Ansammlung von Ja-Sagern. Besonders bekannt für ihre Kritikfreudigkeit ist jedoch die FDP und CDU.

Am häufigsten kommt das „ja, aber…“ aus dieser Ecke. Doch auch die SPD bewegte sich in den vergangenen Jahren manchmal scharf an der Grenze zur Blockade.

Jede Kleinigkeit wird hinterfragt, angezweifelt und zur Diskussion gestellt, was häufig dazu führt, dass Fortschritt und Veränderungen verlangsamt, wenn nicht gar zunichte gemacht werden. Bedenkenträgern fällt es außerdem enorm schwer, über ihren eigenen Schatten zu springen. Sie können einen Einwand nur schwer für sich behalten, was gerade in größeren Gruppen oftmals zu Problemen führt, da sich zwangsläufig verschiedene Fronten bilden. Bedenkenträger sehen überall Probleme und Gefahren, selbst wenn es dazu gar keinen Grund gibt.

Doch sollte man zugutehalten, niemand ist vollkommen frei von Bedenken. Sorgen und Zweifel gehören nun mal zum Alltag und gerade vor großen und wichtigen Entscheidungen wird fast jeder mit seinen Bedenken konfrontiert. Das macht aber nicht jeden gleich zum ausgeprägten Bedenkenträger, sondern zeugt vielmehr von der Wichtigkeit einzelner Entscheidungen und dem Wunsch, den eigenen Zielen und Wünschen entsprechend bestmöglich gerecht zu werden.

Das eigentliche Problem sind jedoch die sogenannten Berufsbedenkenträger, denn diese Spezies ist es, die ihre Mitmenschen das Leben schwer macht und um jeden Preis im Fokus des Geschehens stehen will. Ohne dabei zu reflektieren, dass sie mit ihrer Art zum Teil peinlich und langatmig ihr Umfeld nerven, ohne in der Sache selbst voranzukommen. Solche Menschen meinen es meist nicht persönlich, sondern es liegt einfach in ihrem Charakter, ihre Meinung bei jeder noch so unbedeutenden Angelegenheit beisteuern zu müssen.

Wir möchten motivieren statt frustrieren.

Wir wollen uns der Verantwortung stellen und versuchen, neue Impulse zu geben. Mittlerweile sitzt der Frust ziemlich tief bei vielen Gemeinderatsmitgliedern. „Ehrlich gesagt: Es macht nicht mehr viel Spaß.“ Das Klein-Klein in den Gremien frustriert. Bereits genehmigte Projekte werden in Fragegestellt und durch Formalismus und mit teils unwahren Argumenten in Ihrer Ausführung gebremst oder gar verhindert. Dies stellt Bürger, Feuerwehren und Verwaltung vor große Probleme. Unter solchen Voraussetzungen kann keine Verwaltung vernünftig arbeiten.

Diese Art von Politik kann man auch den Mitbürgern nicht vermitteln. Für die Außendarstellung unserer Gemeinde ist das schlichtweg eine Katastrophe.

Wir möchten, das einmal gefasste Beschlüsse schnell und der Sache angemessen umgesetzt werden und nicht durch neue Diskussionen verhindert oder unnütz auf die lange Bank geschoben werden.
Wir möchten, dass die Menschen sich darauf verlassen können, das was heute gesagt wird auch morgen noch gilt.

So darf es nicht weitergehen – weil in der Gemeinde nichts weitergeht. Viele wichtige Projekte kommen im Moment nur schleppend voran.

Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer.

George Bernard Shaw

irischer Dramatiker, Politiker, Satiriker, Musikkritiker und Pazifist; Nobelpreisträger 1925

2020: Auf ein Neues

Demographische Entwicklung

Bekanntlich leidet der ländliche Raum unter den Folgen der demographischen Entwicklung. Doch unsere Gemeinde konnte sich bisher noch einigermaßen gut behaupten. Trotzdem dürfen wir uns nicht ausruhen – im Gegenteil – wir sind weiterhin gefordert gemeinsam unsere Gemeinde lebenswert zu halten.

Dank ans Ehrenamt

Allen Bürgen die sich in der Feuerwehr, in Vereinen, in Kirchen und Institutionen oder vereinfacht gesagt:
Allen, die sich für die Allgemeinheit eingesetzt haben, danken wir sehr herzlich. Sie alle tragen dazu bei, dass die Lebensqualität im ländlichen Raum und speziell in unserer Gemeinde erhalten bleibt. Ohne Ihr ehrenamtliches Engagement wäre vieles nicht möglich. Wir alle wünschen, dass es mit unserer Gemeinde gut weitergeht, damit wir uns hier wohlfühlen können.
Um dies zu erreichen, sind wir für Anregungen und auch Kritik dankbar und fordern dazu auf, Gebrauch davon zu machen. In der Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit in unserer Gemeinde wünschen wir Ihnen für das vor uns liegende Jahr alles Gute.

Die glücklichsten Menschen der Welt sind nicht die, die keine Sorgen haben. Sondern die, die gelernt haben, mit Dingen positiv zu leben, die alles andere als perfekt sind. Das sind Menschen, die sich an den kleinen Dingen des Alltags erfreuen. Und die täglich an sich und ihrer Situation arbeiten, damit es besser werden kann. Die in allem Negativen das Positive erkennen. Die nicht verlernt haben zu lachen, zu lieben, zu leben, zu träumen, zu glauben, zu hoffen und zu kämpfen.

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Feuerwehren im Fokus

Hierbei konnten wir dazu beitragen, die lange vernachlässigten Belange der Feuerwehren wieder in den Fokus des gemeindlichen Handelns zu setzen. Im Mai konnte das neue Feuerwehrhaus in Greifenstein seiner Bestimmung übergeben werden. Auch die Freigabe der Gelder zum Abriss und Neubau des Feuerwehrwehr- und Dorfgemeinschaftshauses Rodenberg konnten auf Antrag der ULfG freigegeben werden, sodass jetzt mit den Arbeiten zügig begonnen werden kann.

Demographische Entwicklung

Bekanntlich leidet der ländliche Raum unter den Folgen der demographischen Entwicklung. Doch unsere Gemeinde konnte sich bisher noch einigermaßen gut behaupten. Trotzdem dürfen wir uns nicht ausruhen – im Gegenteil – wir sind weiterhin gefordert gemeinsam unsere Gemeinde lebenswert zu halten.

Dank ans Ehrenamt

Allen Bürgen die sich in der Feuerwehr, in Vereinen, in Kirchen und Institutionen oder vereinfacht gesagt:
Allen, die sich für die Allgemeinheit eingesetzt haben, danken wir sehr herzlich. Sie alle tragen dazu bei, dass die Lebensqualität im ländlichen Raum und speziell in unserer Gemeinde erhalten bleibt. Ohne Ihr ehrenamtliches Engagement wäre vieles nicht möglich. Wir alle wünschen, dass es mit unserer Gemeinde gut weitergeht, damit wir uns hier wohlfühlen können.
Um dies zu erreichen, sind wir für Anregungen und auch Kritik dankbar und fordern dazu auf, Gebrauch davon zu machen. In der Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit in unserer Gemeinde wünschen wir Ihnen für das vor uns liegende Jahr alles Gute.

Die glücklichsten Menschen der Welt sind nicht die, die keine Sorgen haben. Sondern die, die gelernt haben, mit Dingen positiv zu leben, die alles andere als perfekt sind. Das sind Menschen, die sich an den kleinen Dingen des Alltags erfreuen. Und die täglich an sich und ihrer Situation arbeiten, damit es besser werden kann. Die in allem Negativen das Positive erkennen. Die nicht verlernt haben zu lachen, zu lieben, zu leben, zu träumen, zu glauben, zu hoffen und zu kämpfen.

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Liebe Freunde und Mitbürger,
unsere Gemeinde hat auch im vergangenen Jahr eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Da dies nicht nur durch große gemeindliche Projekte sichtbar wird wie die Sanierung von Brücken und Fertigstellung des Ulmtalradweges, konnten auch in vielen Bereichen der Gemeinde maßgebliche Verbesserungen erzielt werden.
Auch wir von der ULfG haben das Ziel, die uns gestellten Aufgaben möglichst dem Bürgerwillen entsprechend zu erfüllen.

Feuerwehren im Fokus

Hierbei konnten wir dazu beitragen, die lange vernachlässigten Belange der Feuerwehren wieder in den Fokus des gemeindlichen Handelns zu setzen. Im Mai konnte das neue Feuerwehrhaus in Greifenstein seiner Bestimmung übergeben werden. Auch die Freigabe der Gelder zum Abriss und Neubau des Feuerwehrwehr- und Dorfgemeinschaftshauses Rodenberg konnten auf Antrag der ULfG freigegeben werden, sodass jetzt mit den Arbeiten zügig begonnen werden kann.

Demographische Entwicklung

Bekanntlich leidet der ländliche Raum unter den Folgen der demographischen Entwicklung. Doch unsere Gemeinde konnte sich bisher noch einigermaßen gut behaupten. Trotzdem dürfen wir uns nicht ausruhen – im Gegenteil – wir sind weiterhin gefordert gemeinsam unsere Gemeinde lebenswert zu halten.

Dank ans Ehrenamt

Allen Bürgen die sich in der Feuerwehr, in Vereinen, in Kirchen und Institutionen oder vereinfacht gesagt:
Allen, die sich für die Allgemeinheit eingesetzt haben, danken wir sehr herzlich. Sie alle tragen dazu bei, dass die Lebensqualität im ländlichen Raum und speziell in unserer Gemeinde erhalten bleibt. Ohne Ihr ehrenamtliches Engagement wäre vieles nicht möglich. Wir alle wünschen, dass es mit unserer Gemeinde gut weitergeht, damit wir uns hier wohlfühlen können.
Um dies zu erreichen, sind wir für Anregungen und auch Kritik dankbar und fordern dazu auf, Gebrauch davon zu machen. In der Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit in unserer Gemeinde wünschen wir Ihnen für das vor uns liegende Jahr alles Gute.

Die glücklichsten Menschen der Welt sind nicht die, die keine Sorgen haben. Sondern die, die gelernt haben, mit Dingen positiv zu leben, die alles andere als perfekt sind. Das sind Menschen, die sich an den kleinen Dingen des Alltags erfreuen. Und die täglich an sich und ihrer Situation arbeiten, damit es besser werden kann. Die in allem Negativen das Positive erkennen. Die nicht verlernt haben zu lachen, zu lieben, zu leben, zu träumen, zu glauben, zu hoffen und zu kämpfen.

Personalentwicklungskonzept: Erste Erfolge

Umstrukturierungen im Verwaltungsbereich stellen die Verantwortlichkeiten auf neue, gesunde und vor allem kostengünstige Füße. Der Verwaltung unter der neuen Bürgermeisterin Marion Sander ist es gelungen unter Einbeziehung der Mitarbeiter, die Fachbereiche zu straffen und Aufgaben im Team neu zu verteilen. So kann die Stelle eines Büroleiters zukünftig entfallen. Das reduziert die Personalkosten erheblich und schafft Freiräume. Die ULfG unterstützt dieses Konzept.

Doch in Teilen der Greifensteiner Kommunalpolitik scheinen die Uhren anders zu ticken.

Die FDP, die ansonsten auch Kleinstinvestitionen gerne auf den Prüfstand stellt, ist dagegen. Wir meinen, ohne stichhaltige Argumente zu liefern. Die CDU, welche stets Personalreduzierungen anmahnt und auf die hohen Personalkosten der Verwaltung hinweist, ist mit dem vereinfachten und kostenreduzierenden Personalkonzept nicht einverstanden. Außerdem möchte sie weiterhin an dem aufgeblähten Einstellungsverfahren festhalten: In Greifenstein beraten und entscheiden nämlich Ausschuss und Gemeindevertretung mit. Eigentlich wäre dies einzig die Sache des Gemeindevorstands und der Verwaltung. In anderen Gemeinden gibt es in der Regel solche Umwege gar nicht. Da stellen sich Fragen: Warum pocht die CDU so vehement auf diese langwierige, unübliche, rechtlich fragwürdige Verfahrensweise? Vielleicht weil diese (jetzt nicht mehr existente) Stelle für jemanden aus den eigenen Reihen angedacht war? Erhoffte man sich über die Gremien hierfür eine Durchsetzungsmöglichkeit?

Vereinfachung der Entscheidungen

Wir haben einen Antrag auf Satzungsänderung gestellt. Damit sollen die Verantwortlichkeiten für Personalentscheidungen wieder auf das normal übliche und sinnvolle Maß reduziert werden.
Ausschließlich Verwaltung und Gemeindevorstand sollen darüber befinden, wer eingestellt wird.

Wir meinen, Personalentscheidungen sollten von politischen Gremien und Begehrlichkeiten entkoppelt sein.