Unsere Liste steht

Unsere Liste steht

Totgesagte leben länger – und in unserem Fall ganz besonders. Entgegen aller Gerüchte steht fest: Die ULfG lebt, ist engagiert und voller Tatkraft.

Nach der Begrüßung durch Florian Kunz und Ursula Oestreich ging es zügig in die inhaltliche Arbeit. Zum Versammlungsleiter wurde der aktuelle Fraktionsvorsitzende Thomas Weiler gewählt.

Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand die Vorstellung unserer Kandidierenden: eine starke Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern sowie neuen, engagierten Gesichtern mit frischen Ideen und viel Motivation. Die anschließende geheime Wahl bestätigte diesen Eindruck eindrucksvoll – das Ergebnis war klar und einstimmig.

Gewählt wurden:

  1. Stefan Kocher
  2. Ursula Oestreich
  3. Florian Kunz
  4. Dr. Birgit Anderegg
  5. Johannes Arns
  6. Andreas Gröbel
  7. Michael Philipps
  8. Uwe Hasenpusch
  9. Hans-Udo Sattler
  10. Manuela Arns
  11. Heidi Sattler
  12. Rolf Schweitzer

Zum Abschluss nutzten wir die Gelegenheit, das Wahlprogramm für die Wahlperiode 2026–2031 ausführlich zu diskutieren.

Dabei wurde deutlich, wofür die ULfG steht: Unsere kommunalpolitische Arbeit folgt konsequent dem Leitmotiv „Gute Ideen für kluge Kommunalpolitik“ – sachlich, zukunftsorientiert und nah an den Menschen vor Ort.

Karten auf den Tisch

Karten auf den Tisch

Wir rechnen für 2026 mit einem Fehlbedarf im ordentlichen Ergebnis von rund 1,57 Millionen Euro. Das liegt vor allem an rückläufigen Einnahmen und deutlich steigenden Umlagen und Personalkosten.

Bürgermeisterin Sander

in der Gemeindevertretung am 30.10.2025

Der neue Haushalt steht – wie in vielen hessischen Kommunen – unter massivem finanziellem Druck. Die Aufgaben wachsen, die Mittel reichen immer weniger. Die Liste der Pflicht- und Zukunftsaufgaben ist lang: Kinderbetreuung, Integration, Klimaschutz, Digitalisierung, Katastrophenschutz, Gesundheitsversorgung, Straßenunterhalt, Wasser- und Abwasserinfrastruktur, ÖPNV, Schulen, Kitas, Feuerwehr, Bauhof. Überall sollen wir Kommunen zuverlässig liefern – oft ohne ausreichende finanzielle Ausstattung.

Die zentrale Frage lautet: Wie halten wir Greifenstein in diesem Umfeld handlungsfähig und sichern einen ausgeglichenen Haushalt?

Ohne schmerzhafte Kürzungen bleibt nur eine realistische Option: eine Anpassung der Grundsteuer B und/oder der Gewerbesteuer.

Im Zuge der verfassungsgerichtlich geforderten Grundsteuerreform hatte das Land Hessen vorab Hebesatzempfehlungen veröffentlicht, denen Greifenstein gefolgt ist. Der Hebesatz von 200 % wurde bewusst nur als vorläufiger Wert beschlossen – mit dem klaren Hinweis, ihn nach Vorliegen finaler Daten anzupassen.

Was ist ein Nivellierungshebesatz?

Ein Nivellierungshebesatz ist ein fiktiver Hebesatz, mit dem Steuerkraftmesszahlen verschiedener Gemeinden vergleichbar gemacht werden. Er dient statistischen und fiskalischen Vergleichszwecken, nicht der tatsächlichen Steuererhebung.

Warum braucht man einen Nivellierungshebesatz?

Da Gemeinden sehr unterschiedliche tatsächliche Gewerbesteuer-Hebesätze festlegen (z. B. 200 % bis über 900 %), wären reine Steuerzahlen nicht vergleichbar. Um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kommunen trotzdem zu vergleichen, wird ein einheitlicher, „nivellierender“ Hebesatz verwendet.

Wofür wird er genutzt?

  • Finanzausgleich zwischen Gemeinden und Ländern
  • Berechnung der Steuerkraft einer Kommune
  • Bundesstatistiken zur kommunalen Finanzlage
  • Vergleich der fiktiven Gewerbesteuereinnahmen ausgehend von einer einheitlichen Bemessungsgrundlage

Diese Daten liegen nun vor. Sie zeigen eine deutliche Abweichung zu den Prognosen des Landes. Viele Kommunen haben die Empfehlung nicht umgesetzt und ihre Hebesätze sogar erhöht. Dadurch liegt der neue Nivellierungshebesatz bei 320 % – unser aktueller Satz unterschreitet ihn damit um 120 Prozentpunkte.

Die Folgen sind erheblich:

  • ca. 420.000 € Mindereinnahmen aus der Grundsteuer jährlich,
  • zusätzlich rund 180.000 € geringere Schlüsselzuweisungen und höhere Umlagen.

Hebesätze unverändert zu lassen, wäre politisch bequem – aber finanziell unverantwortlich. Gerade vor der Kommunalwahl im März 2026 ist es uns wichtig, offen über die Lage zu informieren und notwendige Entscheidungen nicht auszublenden.

In der morgigen Sitzung der Gemeindevertretung (04.12.2025 um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, OT Beilstein, Herborner Straße 38) wird sich entscheiden, welche Lösung am Ende eine Mehrheit findet.

Sitzungswochen – Ausschüsse und Gemeindevertretung tagen

Bereits am heutigen Dienstag um 18.30 Uhr tagt der Sozial-, Sport- und Kulturausschuss im Saal der Gemeindeverwaltung in Beilstein. Hierbei stehen Beratungen über eine Bürgerstiftung für Greifenstein sowie die Ausweisung eines Bürgerwaldes im Mittelpunkt.

Am Mittwoch, 07.07.2021, ebenfalls um 18:30 Uhr und an gleicher Stelle treffen sich der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss sowie der Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss (BPV) zu einer zunächst gemeinsamen Sitzung. Neben einem Liegenschaftsanliegen geht es in dieser Sitzung um einen Antrag zur Sanierung und einen Teilneubau des Dorfgemeinschaftshauses in Rodenberg. Ferner werden anschließend vom BPV noch Abweichungen von den wiederkehrenden Straßenbeiträgen beraten.

In der kommenden Woche, am Donnerstag, dem 15.07.2021, findet ab 19 Uhr in der Ulmtalhalle Allendorf die Sitzung der Gemeindevertretung statt. Hier hat die ULfG zwei Anträge eingereicht: Zum einen wird ein Antrag zur Schaffung eines Medizinstipendiums in Greifenstein behandelt, um die mittel- und langfristige medizinische Versorgung auf dem Gemeindegebiet zu sichern. Zum anderen hat die ULfG eine Anfrage bezüglich des Fortschritts zur Errichtung von Ladesäulen zur besseren Versorgung von eMobilität gestellt.

Alle Sitzungen sind – sofern die Gremien für einzelne Tagesordnungspunkte nicht einen Ausschluss der Öffentlichkeit beschließen – öffentlich.

Sachstandsbericht zum Gemeindewald

In der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung, am 01.06.2021 in der Allendorfer Ulmtalhalle gab Gemeindeförster Michael Junker den Abgeordneten des Gemeindeparlaments einen Sachstandsbericht zum Zustand des Gemeindewaldes ab. Herr Junker ist im Amt seit März 2020 und stammt aus Edingen. Ehe er im vergangenen Jahr nach der kommunalen Übernahme der Beförsterung die Stelle in Greifenstein antrat, absolvierte er das Studium und seinen Anwärterdienst in Niedersachsen. Danach war er noch als Förster in einem Privatwald tätig.

Aktuelle Einschlagsituation

Herr Junker begann seinen Vortag mit der aktuellen Einschlagssituation in den Greifensteiner Wäldern. Er erläuterte, dass die aktuelle Situation auf meteorologische Ereignisse bzw. Besonderheiten der vergangenen Jahre zurückzuführen ist. So sei im Januar 2018 der heimische Wald durch das Orkantief Friederike bereits in Mitleidenschaft gezogen worden. Diesem Extremereignis folgte noch im gleichen Jahr ein ebenfalls von der Norm völlig abweichender Sommer. „Der Sommer 2018 kam früh, war lang, heiß und sehr, sehr trocken“, verdeutlichte Junker. Dieser heiße Sommer in Verbindung mit den Sturmschäden sorgte bereits in 2018 für einen besonders hohen Befall der Fichtenbestände mit dem Borkenkäfer. „In den aufgestellten Pheromonfallen, die zur Zählung der Käferpopulation eingesetzt werden, mussten in 2018 die üblichen Auffangbehältnisse, die einem Haushalts-Messbecher ähneln, gegen 10-Liter-Putzeimer getauscht werden, um die Menge der Käfer in den Fallen überhaupt händeln zu können“, illustrierte der Gemeindeförster für alle bildhaft die Geschehnisse.

Als ob diese Belastung nicht schlimm genug gewesen wäre, folgte in 2019 ein erneut überdurchschnittlich heißer und trockener Sommer mit einer regelrechten Hitzewelle. Dies führte dazu, dass sich die Käfersituation überhaupt nicht entspannte. „Das Fass zum Überlaufen brachte schließlich Orkan Sabine im Februar 2020. In Summe war das für den heimischen Wald eine echte Jahrhundertkatastrophe“, lautete das Resümee Junkers.

Alle diese Ereignisse machen eine derzeitige Übernutzung des Waldes notwendig. Der festgelegte Hiebssatz, die flächenbezogene Menge Holz, die nachhaltig jährlich einzuschlagen ist, im Gemeindewald beträgt eigentlich 10.000 Festmeter (fm). Derzeit sind in 2021 bereits 14.500 fm eingeschlagen worden. Dies ist notwendig, um eine vollständige Holzentwertung der abgestorbenen Fichten vorzubeugen. Holz, das „nur“ vom Borkenkäfer geschädigt wurde, ist für sämtliche baulichen Zwecke noch nutzbar. Nisten allerdings holzbrütende Insekten wie Holzwespenarten oder Bockkäfer in dem abgestorbenen Holz – egal ob noch stehend oder liegend – zersetzen diese die Grundsubstanz des Holzes und entwerten es nahezu vollständig. Diese Hölzer wären dann für viele übliche Anwendungen nicht mehr zu nutzen. Eine weitere Gefahr für abgestorbene Fichten besteht durch Pilzbefall, der ebenfalls eine völlige Entwertung zur Folge hätte. „Daher ist es wichtig, die befallenen Bestände einzuschlagen und zeitnah abzutransportieren“, erklärte Michael Junker in diesem Zusammenhang und gibt eine Vorausschau für den Rest des Jahres: „Ich gehe derzeit davon aus, dass in 2021 noch weitere 10.000 Festmeter eingeschlagen werden müssen. Im Forstbetrieb spricht man in diesem Zusammenhang von Zwangsnutzungsholz.“ Für das Jahr 2022 rechnet der Gemeindeförster ebenfalls noch einmal mit einer Menge von 10.000 fm.

Wirtschaftliche Bedeutung

Auch die wirtschaftliche Bedeutung konnte Junker der Gemeindevertretung skizzieren: Der holzerntefreie Erlös – die Summe die nach Abzug aller Kosten schließlich übrig bleiben – lag in 2020 noch bei 2 bis 10 € je Festmeter. Aufgrund der Knappheit des Marktes, die zunächst in einem Widerspruch zu den allerorts eingeschlagenen Holzmengen zu stehen scheint, werden aktuell jedoch 30 bis 45 € je fm erzielt. Dies klingt akut gut und nach viel Geld, jedoch bedeutet die derzeitige Situation auch, dass mit der notwendigen Pflanzvorbereitung, Pflanzung, dem Schutz und der Pflege neuanzulegender Bestände auf mindestens 20 Jahre mit ausbleibenden Erlösen auf den aktuellen Brach- bzw. Käferholzflächen von Seiten der Gemeinde zu rechnen ist.

In der Ergebnisrechnung aus dem Jahr 2020 blieben aus den Holzerlösen etwa 150.000 € für die Gemeindekasse übrig. Im Jahr 2021 sind dies bisher (Stichtag 25.05.2021) etwa 15.000 €. Michael Junker rechnet bis zum Jahresende mit einem Ertrag von 790.000 €, dem etwa 540.000 € Aufwendungen gegenüberstehen. Somit sollten die Erlöse in 2021 bei ca. 250.000  € liegen.

Situation auf dem Weltmarkt – „Exportholz“

Laut Junker wurde er in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder darauf angesprochen, dass das gemeindeeigene Holz doch der deutschen Wirtschaft zugeführt werden solle. Die bereits oben kurz skizzierte Knappheit sorgt mancherorts für leere Baumarktregale und überall für massiv gestiegene Rohstoffpreise bei Holzbaustoffen und Holzwaren. Hierzu erklärte der Gemeindeförster, dass sämtliche deutschen Nadelholz-Sägebetriebe bis zum Anschlag ausgelastet sind. Ferner sei Sägeholz ein globales Wirtschaftsgut. Der Handel hiermit ist international und die Preise unterliegen der freien Marktwirtschaft. So habe sich der Preis für Nadelschnittholz kürzlich verdreifacht. „Man kann deshalb nicht sagen, wenn deutsche Sägewerke wie derzeit voll ausgelastet arbeiten, dass das automatisch dafür sorgt, dass auch Regale in deutschen Baumärkten voll sind und die deutschen Großhändler hiervon profitieren“, klärt Junker den Zusammenhang für alle verständlich auf. Zahlen andere vor allem globale Käufer mehr, gehen auch die Hölzer aus den deutschen Werken beispielsweise nach Übersee. Der „Green New Deal“ unter dem neuen US-Präsidenten Biden etwa sorgt derzeit für eine beispiellose Nachfrage in den USA. Ebenfalls kritisch beäugt Junker den vom russischen Präsidenten Putin jüngst verfügten absoluten Exportstopp von Rundhölzern aus Russland, der zum Jahreswechsel in Kraft treten wird. Dies führt zu weiteren weltweiten Hamsterkäufen von Rundholz, um die erwarteten Bedarfe decken zu können.

Wegebau und Wegeinstandsetzung

„Die derzeitigen Maßnahmen zeigen auch eine deutliche Belastung der Waldwege. Hier werden Instandsetzungsmaßnahmen im Nachgang an einigen Stellen erforderlich sein“, kam Junker schließlich auf die Beanspruchung der Infrastruktur zu sprechen und ergänzte: „Eine Erhaltung und Pflege der vorhandenen Waldwege durch Profilherstellung und Sicherung der fachgerechten Entwässerung ist deutlich preiswerter als Wegeneubau.“

Naturschutzprojekt Greifenstein Hammelsheck

Hohe Wellen schlug vor einiger Zeit auch ein Naturschutzprojekt in der Gemarkung Greifenstein. In der Nähe des Sportplatzes und der Tennisanlage befindet sich das Gebiet „Hammelsheck/Schultheißenhain“. Hier ist die Wiederherstellung der offenen Hutelandschaft in Angriff genommen worden, die eine vorherige – fast vollständige – Rodung der Fläche notwendig machte und manchen Unmut bei Spaziergängern erzeugte.

Die ursprüngliche Hutelandschaft bestand aus einer durch einen Lesesteinwall als Abgrenzung zum Ackerland angelegte Freifläche, auf der solitäre Eichen, sogenannte Huteeichen, standen. Dieser Eichen-Altbestand war auch noch erhalten. Durch fehlende Beweidung war die Fläche allerdings völlig eingewachsen und verbuscht. Mit Vergleichs-Luftbildern konnte die Situation im ursprünglichen Zustand mit dem Zustand verglichen werden, der vor der Maßnahme vorzufinden war.

Dieses Naturschutzprojekt ist dem Natura 2000-Schutzgebiet Fleisbachtal und Hindstein zuzurechnen. Planung und Genehmigung erfolgte durch die obere Naturschutzbehörde am Regierungspräsidium Gießen. Die Betreuung erfolgt durch das Forstamt Wetzlar. Bereits im Jahr 2003 wurde in einer Grunddatenerhebung der Bereich als seltener Lebensraumtyp erfasst. Im Jahr 2012 erfolgte ein Pflegeplan mit einem entsprechenden Gutachten und der Definition von Pflegezielen. Die konkrete Maßnahmenplanung erfolgte schließlich in 2018, deren Umsetzung außerhalb der Brut- und Setzzeit, im zeitigen Frühjahr 2021 schließlich vollzogen wurde.

Pflanzungen und Pflanzenschutz

In der jüngsten Vergangenheit wurde im Greifensteiner Forst erstmals eine maschinelle Pflanzvorbereitung ausprobiert. In der Gemarkung Greifenstein (Abteilung 313) wurden daraufhin 12.000 Eichen und 2.800 Hainbuchen gepflanzt. Als Ausbesserungsmaßnahme wurden ebenfalls auf Kleinstflächen noch 3.000 Küstentannen, Weißtannen und Douglasien nachgepflanzt.

Ausblick: Maßnahmen bis Jahresende

Neben dem bereits erwähnten weiteren Holzeinschlag von 10.000 fm Fichte bis Jahresende sollen noch 2.500 fm Buchenholz sowie Brennholz für die Anwohner eingeschlagen werden. Ab Anfang Juni laufen auch Maßnahmen zur Einzelschutzunterrichtung von Bereichen, in denen etwa Verbiss zu beklagen ist. Im Hochsommer stehen gegebenenfalls noch Läuterungsmaßnahmen im Greifensteiner Forst an. Diese Maßnahmen dienen der Entfernung von Vorwuchs-Bäumen, besonders stark wachsenden Bäumen in Beständen, die die übrige Kultur zu überwachsen drohen und zu starke Konkurrenten darstellen. Im Herbst nach der Holzernte stehen schließlich noch die Wegeinstandsetzungsmaßnahmen an.

Das Parlament hat sich konstituiert

Am gestrigen Donnerstag konstituierte sich die Gemeindevertretung Greifensteins nach der Kommunalwahl am 14. März in der Ulmtalhalle Allendorf. Bei der Veranstaltung waren 30 der 31 gewählten Mandatsträger anwesend. Mit einer fast zweiseitigen Tagesordnung vor der Brust wurde die Sitzung um 19 Uhr eröffnet.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Marion Sander (parteilos) wurde der konstituierende Teil der Sitzung durch den Alterspräsidenten Harald Herr (CDU) eröffnet. Dieser führte durch die Wahl des neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden Werner Spies (SPD) aus dem Parlament wurde mit 18 der 30 abgegebenen Stimmen Jan Niklas Henrich (SPD) zum neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung gewählt. Er war auch einziger Kandidat.

Hans Udo Sattler zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Sodann übernahm Henrich das Wort und führte durch die Wahl zu den stellvertretenden Vorsitzen. Laut Hauptsatzung der Gemeinde sind drei Stellvertreter:innen zu wählen. Vier Kandidaten wurden von den Fraktionen ins Rennen geschickt. Mit Hans Udo Sattler stellt die ULfG künftig den ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Die beiden weiteren Stellvertreterposten besetzen Steffen Droß (CDU) und Brigitte Marczik-Bovermann (SPD). Der Kandidat der AFD fiel mit deutlicher Mehrheit bei der Wahl durch.

Im Anschluss daran wurden die Wahl der Gemeindevertretung sowie die Wahl der zehn Ortsbeiräte aus den Greifensteiner Ortsteilen jeweils einstimmig vom Parlament für gültig erklärt. Wie aus den Ausführungen Henrichs hervorging, lag gegen keine der Wahlen ein Einspruch vor.

Ausschüsse beschickt

Schließlich wurde vom Parlament ebenfalls einstimmig beschlossen, dass die drei Ausschüsse, die laut Hauptsatzung in der Gemeinde Greifenstein zwingend zu bilden sind, über die Fraktionen beschickt werden dürfen. Dies war auch in der Vergangenheit so üblich. Die ULfG wird dabei in den drei Ausschüssen entsprechend des Verhältniswahlrechts jeweils mit einer Person wie folgt vertreten sein:
Die Abgeordneten der ULfG in den Ausschüssen.

  • Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss: Hans Udo Sattler
  • Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss: Hans-Jürgen Philipps
  • Ausschuss für Soziales, Sport und Kultus: Florian Kunz

Die Fraktionen haben – sofern noch nicht geschehen – binnen sieben Tagen die Möglichkeit ihre Abgeordneten in den Ausschüssen zu nominieren.

Heike Nebhuth im Gemeindevorstand

Schließlich wurden noch die Wahlen der Beigeordneten im Gemeindevorstand durch das Parlament durchgeführt. Die Fraktionen SPD, ULfG und FWG traten hier mit einer gemeinsamen Liste an. Die übrigen Fraktionen mit eigenen Wahlvorschlägen. Für die ULfG wird weiterhin Heike Nebhuth im Gemeindevorstand tätig werden. Der bisherige zweite Sitz im Gemeindevorstand wurde bei der Wahl leider verloren. Da unsere gemeinsame Liste die meisten Stimmen im Gemeindeparlament erhielt, wird Fred Schaffarz (SPD) als Kandidat auf Listenplatz 1 der gemeinsamen Liste auch in den nächsten fünf Jahren wieder Erster Beigeordneter und damit Stellvertreter von Bügermeisterin Sander sein.

 

Acht der neun gewählten Mitglieder im Gemeindevorstand wurden, da sie anwesend waren, gestern auch in ihr Amt berufen und von Henrich vereidigt. Der AfD-Beigeordnete fehlte aus gesundheitlichen Gründen und wird beim nächstmöglichen Termin vereidigt und darf danach seine Aufgabe wahrnehmen.

Thomas Weiler rückt nach

Da Heike Nebhuth bei der Kommunalwahl einen Sitz im Gemeindeparlament errungen hatte, musste sie als Beigeordnete im Gemeindevorstand aus diesem Amt ausscheiden. Mit Joel Becker verzichtete der erste Nachrücker der ULfG aus beruflichen Gründen aktuell auf sein errungenes Mandat, so dass Thomas Weiler als zweiter Nachrücker die entstandene Lücke in der Fraktion für die ULfG schließt und somit wieder ins Parlament einzieht. Dies wertet allein durch die bisherige Erfahrung in der letzten Wahlperiode die Fraktion noch einmal deutlich auf und freut uns alle sehr, zumal die ULfG in Thomas‘ Heimatort Odersberg ein besonders gutes Ergebnis erzielen konnte.

Abschließend berichtete Bürgermeisterin Sander noch über aktuelle Themen der Gemeinde, so etwa dem genehmigten Projekt zum Überflutungsschutz im Ortsteil Ulm oder die derzeit allgegenwärtigen Veränderungen im gemeindlichen Wald durch den sehr großen notwendigen Einschlag in vielfacher Höhe der üblichen Menge. Zu diesem Thema war ohnehin schon vorgesehen, dass der gemeindeeigene Förster, Michael Junker, in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung einen Vortrag erarbeiten und das Parlament über die abgeschlossenen sowie aktuellen Vorgänge, die Planungen und die Notwendigkeiten in Bezug auf Einschlag und Aufforstung informieren. Seinerzeit hatte die ULfG mit einem Antrag die Beförsterung durch die Gemeinde auf den Weg gebracht. Im Vorgriff hierauf werden Sie in den nächsten Tagen einen Bericht auf unserer Homepage finden. Die Sitzung wurde schließlich nach knapp 90 Minuten durch Henrich geschlossen.

Hans-Jürgen Philipps erhält Präsent von der Fraktion

Nach dem offiziellen Teil konnte die Fraktion noch dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Hans-Jürgen Philipps, recht herzlich gratulieren. Selbiger durfte gestern seinen 69. Geburtstag feiern und war dennoch in bekannt pflichtbewusster Weise bei der Sitzung anwesend. Er erhielt daher von der Fraktion einen edlen Tropfen als Geschenk. Auch an dieser Stelle seien noch einmal die besten Wünsche für das neue Lebensjahr an dich, lieber Jürgen, gerichtet. Vor allen Dingen viel Gesundheit steht auf der Wunschliste unsererseits an dich gerichtet ganz oben.

Konstituierende Sitzung steht an

Am kommenden Donnerstag, dem 22.04.2021, steht in der Ulmtalhalle in Allendorf ab 19.00 Uhr die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung an.

Die Tagesordnung umfasst elf Punkte. Nach der Eröffnung und der Feststellung des an Jahren ältesten Mitglieds der Gemeindevertretung wird die Wahl des Vorsitzenden von jener Alterspräsidentin bzw. jenem Alterspräsidenten geleitet.

Weitere wichtige Tagesordnungspunkte sind auch die Wahl und anschließende Vereidigung der Beigeordneten im Gemeindevorstand sowie die Beschickung der Ausschüsse.

Für die ULfG sind Hans Udo Sattler, Hans-Jürgen Philipps, Heike Nebhuth und Florian Kunz in die Gemeindevertretung gewählt worden und bilden somit die Fraktion zu Beginn der Sitzung.

Die Sitzung ist öffentlich. Aufgrund des großen Publikums mit potenziellen Beigeordneten im Gemeindevorstand bzw. Nachrücker:innen sind aber pandemiebedingt nur zehn weitere Zuschauer erlaubt. Diese müssen sich im Vorfeld bei der Gemeinde anmelden und registrieren lassen.