Die politische Landschaft Greifensteins hat sich seit Mittwoch (10.12.2014) verändert. „Denn im Gasthaus Held halfen 25 Geburtshelfer der „Unabhängigen Liste für Greifenstein“ (ULfG) ans Licht der Welt.“, schreibt Siegfried Gerdau in seinem Artikel, der auf mittelhessen.de und in den Lokalzeitungen der WNZ erschien. Jedoch schon vor der eigentlichen Gründung gingen die Initiatoren mit zahlreichen engagierten Bürgern ans Werk, um die Situation in Greifenstein zu verändern. Neben dem Bürgerbegehren für einen Koppelstandort bestehend aus Lebensmittel-Vollsortimenter plus Discounter, in dem man eine Entscheidung der Gemeindevetretung revidieren will, hat man sich zum Ziel gesetzt, künftig kommunalpolitisch ein Wort mitzureden.
So war die Gründung folgerichtig und ein Signal für die Wähler, die jetzt eine von Parteien unabhängige Alternative erhalten.

Gewählt wurden: Hans-Udo Sattler (1. Vorsitzender), Sven Beyer, (2. Vorsitzender), Hans-Jürgen Philipps (Schriftführer), Karina Beyer (stellv. Schriftführerin), Wolfgang Wagner (Kassierer und Mitgliederverwaltung).
Als Beisitzer im Vorstand fungieren: Harald Heuser, Heike Nebhuth, Verena Reis, Peter Müller, Kai Ludwig und Joel Becker. Die Aufgabe der Kassenprüfung übernahmen: Volker Görlich und Florian Bender.

Die Versammlung verabschiedete Programm- und Satzungsentwurf, legte die Mitgliedsbeiträge fest und gab als übergeordnetes Ziel aus:

„Wir wollen gemeinsam in den Gemeindegremien dafür arbeiten, daß Greifenstein mit allen seinen Ortsteilen noch mehr zusammenwächst und sich zu einer lebenswerten, attraktiven Gemeinde weiterentwickeln kann.“

Eine Verbesserung des Nachrichten- und Informationsflusses für die Bürger aller Ortsteile sei nötig, was sich bei den Gesprächen während der Unterschriftensammlungen zeigte.

Kai Ludwig (Beilstein): „Es gab ganz erheblichen Gesprächsbedarf. Oftmals wurde ich hereingebeten, um über die Situation und Probleme in der Gemeinde zu sprechen und dabei ging es nicht alleine um die Lebensmittel-Märkte.“

Wolfgang Wagner (Rodenberg): „Bei der Unterschriftensammlung wurde ich durchweg mit offenen Armen empfangen, viele freuten sich über unsere Initiative und unser Vorhaben bei den Kommunalwahlen anzutreten.“

Peter Müller (Nenderoth): „Es gibt keine Politikverdrossenheit unter den Greifensteiner Bürgern, sondern eine Verdrossenheit über die politischen Strukturen“, so seine Einschätzung.

Thomas Weiler (Odersberg) stellte fest:„Einige folgen nur noch aus Pflichtgefühl ihren bisherigen Parteilinien, wollen diese jedoch auf den Prüfstand stellen […] Wir müssen unbedingt weiterhin die Nähe unserer Bürger suchen!“ und forderte, in dieser Richtung auch Kommunikationsebenen ausserhalb des Internets verstärkt anzugehen.

Sven Beyer (Arborn) stellte fest: „Die Beteiligung bei der Unterschriftensammlung war in Arborn 3% größer als die gesamte Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen. Es ist etwas in Bewegung gekommen, das wir aufgreifen sollten.“

Zum Thema Kommunikation und Aussendarsstellung der ULfG hat sich spontan ein Team bereit erklärt, ab sofort aktive Unterstützung zu leisten. Das Team bestehend aus: Ulrich Nieth, Ulrich Weiler, Wolfgang Welter, Heinz Lehwalder, Verena Haas und Thomas Klein.