Formale Hürden genommen

Am 8.1.2016 trat der Wahlausschuss der Gemeinde Greifenstein im Dorfgemeinschaftshaus Beilstein zusammen, um über die Zulassung der „Wahlvorschläge“ abschliessend zu entscheiden.

Zusätzlich zu einer Kandidatenliste, die jede Partei und Wählergruppe zur Prüfung auf Korrektheit und Wählbarkeit der jeweiligen Bewerber bis zum 28.12.2015 vorlegen musste, hatte die ULfG noch Unterstützungsunterschriften einzuholen. (Dies ist nur bei erstmals zu einer Wahl antretenden Parteien oder Wählergruppen nötig)

Gefordert waren mindesten 62 Unterstützungsunterschriften von Greifensteiner Bürgern mit Wahlberechtigung (zweimal soviel wie die Anzahl der Gemeindevertreter (31) ).

Wir legten 84 gültige Unterschriftsblätter samt vor, die nach Vorprüfung durch die Gemeindeverwaltung nochmals von den Mitgliedern des Wahlausschusses auf Richtigkeit kontrolliert wurden.

Nach über 30 Jahren gibt es nun neben den etablierten Parteien SPD, CDU, FDP und den FW für die Greifensteiner Gemeindevertretung eine Wahlalternative, die „Unabhängige Liste für Greifenstein“, abgekürzt ULfG.

Einladung zur Mitgliederversammlung

Einladung zur Mitgliederversammlung am 16. November 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Interessenten,

es ist wieder soweit. Die Kommunalwahl 2016 steht vor der Tür. Auch die ULfG ist erstmalig gefordert, mit einer Liste von Bürgern, die mitten im Leben stehen, die Interessen unserer Gemeinde in der nächsten Wahlperiode zu vertreten. Die Kommunalwahlen finden am 6. März 2016 statt.

<mehr Infos dazu>

Wir sind aufgefordert, bis zum Jahresende unsere Kandidaten für die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte bekanntzugeben.

Zur Aufstellung einer Liste lädt daher der Vorstand alle Mitglieder und Interssenten ein:

Mitgliederversammlung, am 16 November 2015 um 19 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus 35753 Greifenstein-Odersberg

Hinweis: Für den Fall, dass die Sitzung wiederholt oder fortgesetzt werden muss oder nicht beschlussfähig ist, wird schon jetzt zu einer weiteren Sitzung am Freitag, den 2.12.2015 um 19 Uhr eingeladen. Der Ort wird noch bekanntgegeben.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Udo Sattler
Vorsitzender der Unabhängigen Liste für Greifenstein (ULfG)

Seit Jahren ungelöst: Überfüllte oder leere Busse – Öffentlicher Nahverkehr am Bedarf vorbei

Als die erste Hitzewelle anrollte, schrieb uns eine Schülerin aus Holzhausen an und teilte uns mit: „Die Zustände in unseren Schulbussen sind katastrophal. Reihenweise fallen die Schüler in den Gängen um.“ Besorgt hakten wir nach. Nein, die betreffenden Schülerinnen und Schüler seien nicht kollabiert, auch wenn es vereinzelt bei der Hitze zu Kreislaufproblemen gekommen sei. Es sei so, dass die Kinder sich im Gedränge nirgends richtig festhalten könnten und fielen bei manchem scharfen Fahrmanöver regelmäßig hin. Besonders seien die jüngeren und kleineren von davon betroffen.

Es herrscht totale Überfüllung in den Hauptzeiten. Laut Aussagen der Schülerin, die uns diese Bilder zukommen ließ, sind in den letzten heißen Tagen junge Schülerinnen und Schüler auch von Kreislaufproblemen betroffen. Und was ist mit der Sicherheit unserer Kinder?
Da wird ein ansonsten -zurecht- ein ziemlicher Aufwand wegen Sicherheit in KFZs veranstaltet: Kingerechte Sicherheitsausrüstung, Gurte, Kindersitze und Airbags usw., jedoch in den überfüllten, stickigen Bussen hingegen, müssen die Kinder stehen, erreichen noch nichtmal die Haltegurte und fallen bei entsprechender Fahrweise einfach und sind durch nichts geschützt. Ist das die „Sicherheit“, die beim allgegenwärtigen Sparen entsteht – oder ist dies vermeidbar?

Die Greifensteiner CDU kritisierte die ULfG (Unabhängige Liste für Greifenstein)

„Wir werden weder bei der CDU, noch bei anderen Parteien, vorher eine Genehmigung einholen“, so ULfG-Vorsitzender Hans-Udo Sattler, „wenn wir uns mit kommunalen Greifensteiner Themen befassen wollen.“ Die CDU hatte kürzlich in einem Zeitungsartikel den Vorwurf erhoben, die ULfG erwecke den Eindruck, als würden alle Parteien der Greifensteiner Gemeindevertretung dieses Thema ignorieren.

„Mit keinem Wort“, so führt der ULfG-Vorsitzende weiter aus, „haben wir auch nur ansatzweise anderen kommunalpolitisch Aktiven den Vorwurf der Ignoranz in Bezug auf dieses so wichtige Themenfeld gemacht. Wir haben uns dieses Themas angenommen, weil wir hier akuten Handlungsbedarf sehen.“

Zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema “medizinische Versorgung” und “Landärztemangel” hatte die ULfG am 10. April interessierte Bürger in das Beilsteiner Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Auch interessierte Fachleute sowie Firmen, die sich mit Pflege und „HomeCare“ befassen, nutzten die Gelegenheit den informativen Beitrag des Referenten Torsten Heimann von BSN medical zu hören.

Heimann, selbst Beilsteiner und bis dato auch noch für die CDU Abgeordneter im Greifensteiner Gemeindeparlament, stellte in einer kompetenten Präsentation unterschiedliche Kooperationsmodelle in Sachen „Gesundheitsnetzwerke“ aus der mittelhessischen Nachbarschaft und darüber hinaus vor. Dabei betonte er besonders, wie wichtig eine gute Wohn- und Lebensqualität sowie eine gut ausgebaute, funktionierende Infrastruktur in der Gemeinde seien. Nur Gemeinden, die diese Voraussetzungen erfüllen, hätten überhaupt Chancen, dass sich junge Ärzte für die Gründung einer Landarztpraxis entscheiden würden.

Da sich die medizinische Versorgungssituation in Greifenstein seit Herbst letzten Jahres, verursacht durch den gesundheitsbedingten Ausfall des Beilsteiner Praxisinhabers, besonders zugespitzt hat, ergibt sich nach Meinung der ULfG ein dringender Handlungsbedarf für die Gemeinde. Natürlich weiß man seitens der ULfG, das der Themenkomplex „Medizinische Versorgung und Pflege“ auch im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms (IKEK) behandelt wurde. Zum Zeitpunkt der IKEK-Bestandsaufnahme, Mitte des letzten Jahres, kam man da aber noch zu dem Schluss, dass die derzeitige medizinische Versorgung in Greifenstein und das vorhandene Angebot als zufriedenstellend zu bewerten seien.

„Der Vorschlag von Torsten Heimann am Ende seines Vortrags“, so ULfG-Vorsitzender Hans-Udo Sattler, „eine Task Force zu gründen, welche sich immer wieder mit der Aufgabenstellung befasst, stellt keine Konkurrenzsituation zu den Bemühungen und Aktivitäten im Rahmen des IKEK dar, sondern kann diesen Prozess spürbar unterstützen.“

„Statt mit haltlosen Unterstellungen einen vorgezogenen Kommunalwahlkampf zu eröffnen, hätten wir uns ehrlich gefreut“, so der ULfG-Vorsitzende, „wenn wenigstens ein Vertreter (außer dem Referenten) der Greifensteiner CDU den Info-Abend besucht hätte.“

Info-Abend zum Thema „medizinische Versorgung“ und „Landärztemangel“

Der ULfG INFO-ABEND zum Thema „Medizinische Versorgung“ und „Ansiedlung von Landärzten“ war gut besucht. Trotz des traumhaften, sommerlichen Wetters im April waren die drei Tischreihen im großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses Greifenstein-Beilstein gefüllt und ein interessiertes Publikum hörte einen informativen Beitrag unseres Referenten Torsten Heimann von BSN medical. Neben interessierten Bürgern nahmen auch einige Fachleute teil, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Firmen, die sich mit Pflege und HomeCare befassen.

Es gilt, jetzt aktiv zu werden, nicht erst in ein paar Jahren, wenn die medizinische Versorgung noch weiter kollabiert ist. Das scheint man um Greifenstein herum bereits erkannt zu haben.

Was in den Nachbarkreisen z.B. Marburg-Biedenkopf und Limburg-Weilburg, und anderen Städten und Gemeinden schon alles angelaufen ist, welche Möglichkeiten es gibt, darüber haben wir einiges erfahren.

Darüberhinaus haben wir eine „Task-Force“, eine Aktiven-Gruppe angestoßen, die sich um Vorschläge im Bereich medizinische-Versorgung in Greifenstein kümmert und in enger Abstimmung mit den I.K.E.K.-Arbeitsgruppen der Gemeinde Impulse geben will. (Weitere Interessierte können sich übrigens jederzeit bei uns melden eMail: greifenstein@online.de) Treffpunkt und Termine werden bald bekannt gegeben.

Auch die Presse (WNZ) war anwesend. Frau Pöllmitz hat sich einige Notizen gemacht und auch Bilder dazu. Wir werden selbst noch einen beblilderten Bericht für unsere Homepage machen, bei der auch die Links zu den bisher bestehenden Modellen anderer Kommunen zu finden sein werden.