Wirtschaftsförderung und Interkommunale Zusammenarbeit

Wirtschaftsförderung und Interkommunale Zusammenarbeit

Gut zu sehen, dass nicht nur Menschen den Weg dorthin fanden, die bereits touristische Gastgeberinnen und Gastgeber oder sonstige touristische Akteure sind, sondern sich auch eine erkleckliche Anzahl zunächst „nur“ Interessierter einfand. Potential zum Ausbau der bisherigen, noch recht punktuellen touristischen Infrastruktur durch private Anbieterinnen und Anbieter scheint also prinzipiell gegeben.

Ebenfalls sehr positiv: Die Bürgermeisterin Greifensteins und die Bürgermeister Breitscheids und Driedorfs waren nicht nur anwesend, sondern haben alle drei überzeugend ihr Interesse daran bekundet, aktiv miteinander in die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) zu gehen, um dem Motto des Abends auch aus kommunaler Sicht gerecht zu werden.

Wie entsprechende kommunale oder kommunal initiierte und/oder gesteuerte Aktivitäten hierzu aussehen können, blieb notwendigerweise am Tourismusabend selbst unberücksichtigt – das Programm sah andere Inhalte vor, die sich vornehmlich an diejenige Zielgruppe richtete, die bereits touristische Angebote im Programm hat und gastronomische oder Übernachtungsbetriebe führt.

Auch wird sich, neben den Verwaltungen, die Politik der drei Kommunen ebenfalls mit der Fragestellung auseinanderzusetzen haben, wie das touristische Angebot und die entsprechende, dafür nötige Infrastruktur (intra- wie inter-kommunal) hierzu entwickelt werden sollte und kann.

Gerade aus Greifensteiner Sicht werden Infrastruktur-Bausteine zunächst zu schaffen sein, ehe sie (auch) touristisch genutzt werden können. Die ULfG begreift diese konzeptionelle wie womöglich auch finanzielle Herausforderung als Chance – schon, weil sie auch Wirtschaftsförderung über den rein touristischen Bereich hinaus darstellt; und weil sie auch für die Bürgerinnen und Bürger unserer Kommune eine Attraktivierung darstellt.

Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen:
Das Ziel, mehr Übernachtungsgäste für, oder in der Nähe von, Greifenstein zu gewinnen, ist eng mit der gastronomischen Infrastruktur verknüpft. Selbst die Touristinnen und Touristen des Campingplatzes an der Ulmtal-Sperre, die ja eine Zielgruppe mit üblicherweise bodenständigen Ansprüchen an Komfort und Bequemlichkeit stellen, wollen womöglich nicht immer nur auf dem Camping-Kocher Gewärmtes zu sich nehmen. Wenn es gelänge, mehr gastronomische Angebote, vom saisonal betriebenen Kiosk über den Take-Out- und Lieferservice bis hin zur mittleren oder sogar gehobenen Restaurantqualität in den verschiedenen Ortsteilen von Greifenstein zu etablieren, dann kommt das selbstverständlich – und vielleicht sogar in erster Linie – den Greifensteiner Bürgerinnen und Bürgern zugute.

Was es für dieses nur exemplarisch genannte (auch) touristische Infrastrukturelement braucht, ist eine entsprechende Standort-Attraktivierung unserer Kommune, die im besten Falle auch ortsansässigen nicht-touristischen Unternehmen und Betrieben zum Wohle dienen würde.

Hierzu haben wir uns bei der ULfG bereits einige Gedanken gemacht, die wir in der nun beginnenden Wahlperiode, in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren, weiter ausarbeiten und möglichst bald in die Umsetzung bringen wollen.

Wie alle zukünftigen politischen Anträge unserer Fraktion werden hier auf der ULfG-Webseite natürlich auch solche zur Wirtschafts- und Tourismusförderung sowie zur IKZ eingestellt werden.

Schaut also immer mal wieder hier vorbei! Es wird eine spannende Wahlperiode werden.