„Die Bedenkenträger-SPD“ Vollsortimenter und Discounter in Greifenstein-Beilstein

Der SPD-Ortsverein Greifenstein hat mit seiner Internet-Seite unter dem Titel „Kombi-Lösung nicht mit Regionalplan vereinbar – Gutachten bestätigt Zweifel der SPD“ eine „raumordnerische Bewertung“ zum „selbst Studieren und Lesen“ angeboten. Sie stammt von der Firma Klaus Faulenbach aus Staufenberg und wird vom SPD-Ortsverein als Gutachten bezeichnet. Dank einer glücklichen Fügung finden sich darin fast ausschliesslich Übereinstimmungen mit der „These, die bereits früh von der SPD vertreten“ wurden. (Übrigens war eben jener Herr Faulenbach einstmals an entscheidender Stelle für die Genehmigung des Holzhäuser Marktes beim RP Giessen mitverantwortlich)

In dieser offensichtlich mit heisser Nadel gehäkelten „raumordnerischen Bewertung“ vermischen sich oberflächlich ermittelte Statistikwerte, einseitige Aussagen zur Raumordnung und wirtschaftliche Fehleinschätzungen.

Wie wurde beispielsweise die Kaufkraftbindung für Nahrungs- und Genussmittel errechnet ?

Die großen Lebensmittelmärkte führen heute ein umfangreiches Non-Food-Sortiment. Sie konkurrieren hier hauptsächlich mit Anbietern ausserhalb des Lebensmittelbereichs. So wird bewußt Kaufkraft neben der Lebensmittelschiene aktiviert.

Bevor man also von „Kaufkraftüberbuchung“ spricht, müssen noch viele weitere Faktoren praxisbezogen untersucht werden, zumal das „Gutachten“ noch manche weitere Pauschalierung enthält.

Wer sich allerdings hauptsächlich mit Raumleistung, raumordnerischen Zielvorgaben oder der Beeinträchtigung benachbarter Kommunen beschäftigt, wird damit noch viele Jahre gut zu tun haben.

Solang die interessierten Marktbetreiber nach den bisherigen Querelen noch Interesse haben, ihr Vorschläge zu realisieren, darf man annehmen, dass sie sich im Endeffekt ein gewinnbringendes Geschäft versprechen.

Ihnen endlich eine Chance zu geben, ist auch im Sinne des Bürgerentscheids am 22. März 2015.

Erst nach dieser geheimen Wahl wird klar sein, was die Mehrheit der Greifensteiner Bürger will. Dann stellt sich auch heraus, wie hoch die Hürden auf dem Weg zur optimalen Versorgung Greifensteins wirklich sind.
Die Besteller des „Gutachtens“ versuchen bisher ohne Not, alle in Frage zu stellen, was ein nachhaltige Lösung für die Versorgung Greifensteins voranbringen könnte.

Ob sie wirklich noch persönlich an ihre vorgefassten Argumente glauben, wissen nur sie selbst. Die im „Gutachten“ zitierten Lösungsansätze zeugen leider nur von einem sehr oberflächlichen Engagement für die Versorgungsprobleme unserer Gemeinde.