Am Freitag, dem 08.05.2026, hat Johannes Arns dem Fraktionsvorsitzenden Florian Kunz schriftlich mitgeteilt, dass er die ULfG-Fraktion verlässt. Johannes Arns hatte sein Mandat mit den zweitmeisten Einzelstimmen für und durch die ULfG errungen – umso überraschender kommt dieser Schritt. Er beabsichtigt, der Gemeindevertretung Greifenstein künftig als fraktionsloser Mandatsträger anzugehören.

Durch den Austritt behält die ULfG dennoch ihren Fraktionsstatus. Arns war als Vertreter der ULfG in den Sozial-, Sport- und Kulturausschuss entsandt worden, bei dessen konstituierender Sitzung am vergangenen Montag er auch noch teilgenommen hat. Über die Nachfolge im Ausschuss wird die Fraktion zeitnah beraten. Vorerst übernimmt Florian Kunz die Vertretung dort.

Als Grund nennt Arns die Gründung des ULfG-Vereins, dessen Satzung eine gleichzeitige Mitgliedschaft in anderen politischen Parteien oder Vereinigungen ausdrücklich ausschließt. Arns ist auf Kreisebene Mitglied der Freien Wähler – einer Vereinigung, deren Greifensteiner Liste er noch 2021 selbst angeführt hatte.

Ausdrücklich festzuhalten ist: Johannes Arns wurde weder von Fraktionsmitgliedern noch von anderen ULfG-Akteuren aufgefordert, dem ULfG-Verein beizutreten oder seine Mitgliedschaft bei den Freien Wählern auf Kreisebene aufzugeben. Druck wurde zu keinem Zeitpunkt ausgeübt. Es handelt sich um eine eigenständige Entscheidung von Johannes Arns.

Der ULfG-Verein versteht sich als Akteur über die Grenzen des rein politischen Handelns seiner Mandatsträger hinaus. Die Fraktion arbeitete in den ersten Wochen unabhängig vom Verein und wird auch zukünftig ein eigenständiges Gremium bleiben.

Letztlich muss auch konstatiert werden, dass der Wille zur politischen Aktivität der neuen Fraktion und zumindest in Teilen auch das Wahlprogramm, das die ULfG-Vertreter umsetzen möchten, mit den Vorstellungen von Johannes Arns nicht übereinstimmten.

Florian Kunz dankte Johannes Arns für sein – wenn auch kurzes – Engagement in den Reihen der ULfG und wünschte ihm sowohl als fraktionsloser Mandatsträger als auch privat alles Gute für die Zukunft. „Manchmal gehen Meinungen auseinander, dann ist es möglicherweise wirklich besser, einen klaren Schnitt zu machen“, resümierte der Fraktionsvorsitzende in seiner schriftlichen Antwort an Arns, ehe er die verbliebenen Mandatsträger und im Verlauf des Tages auch die weiteren Mitglieder der ULfG über Arns‘ Entscheidung informierte.

„Wir schauen nach vorne und werden unsere begonnene Arbeit fortsetzen, um Greifenstein zu entwickeln. Nach der Wahl war ich wegen des Verlustes eines Sitzes in der Gemeindevertretung zunächst enttäuscht. Aufgrund des gewählten Personals mit drei erfahrenen Greifensteiner Kommunalpolitikern und einem ambitionierten Team im Rücken war aber für mich schnell klar, dass wir dennoch eine Erfolgsgeschichte schreiben können. Nun müssen wir den Weg in dezimierter Zahl weitergehen – aber das werden wir ganz sicher auch tun“,

endete Kunz‘ Nachricht an das eigene Team.